Mein Lieblingsmechaniker warnte mich noch bei der Abholung meines neuen Pinkstars davor: „Daniel, ich würde keine Michelin Latex Schläuche fahren, die können platzen.“ Aufgrund meiner guten Erfahrungen mit dem Mountainbike-Pendant von Michelin entschloss ich mich trotzdem erst einmal die Schläuche mit dem Rennrad auszuprobieren. Die dehnbaren Latexschläuche ermöglichen einen geringeren Luftdruck, versprechen besseren Durchschlagschutz, sollen komfortabler und besser abrollen.

Die ersten 1000km waren die Schläuche auffällig unauffällig. Ob die bessere Beschleunigung und das Abrollverhalten von den Schläuchen, den breiteren Reifen oder dem komfortableren Carbon Rahmen kommt, ist schwierig einzuordnen. In jedem Fall gab es nichts zu meckern. Bis vor knapp zwei Wochen auf einer flachen Straße mit glattem Asphaltbelag bei moderaten 30km/h der vordere Schlauch ohne Ankündigung mit einem lautem Knall platzte.

Michelin Latex Schlauch

Glücklicherweise konnte ich auf der geraden Straße das Rad sicher zum Stehen bringen, nicht auszumalen was in einer kurvigen Abfahrt alles hätte passieren können! Die eingangserwähnte Warnung sollte sich also bestätigen. Denn der Schlauch platzte auf der zum Felgenband gewandten Seite – ohne tastbare Spuren im Felgenband – ziemlich mittig mit wie verbrannt aussehenden Außenseiten an den gleich vier Löchern.

Meine Anfrage bei Michelin, wie man sich vor diesen Platzern schützen kann und welche Erfahrungen die Produzenten mit den Schläuchen gemacht haben und ob ein generelles Sicherheitsrisiko bestehe blieb bis zum heutigen Tage leider unbeantwortet.