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46km Tour d’Energie: dafür habe ich 2012 1:29:30 gebraucht. Dieses Jahr waren es 1:16:39, also fast 13 Minuten schneller als bei meiner Jedermann-Premiere. Eigentlich ein tolles Ergebnis mit Platz 77 in der Gesamtwertung, Platz 24 in meiner Altersklasse und Platz 9 in der Teamwertung. Aber.

Vorgenommen hatte ich mir eine Zeit von 1:15:00 oder darunter. Bei vernünftigem Training wäre das auch drin gewesen, nur war meine Disziplin seit November 2012 ziemlich im Keller – keine richtigen GA1-Einheiten, wenig Krafttraining, wenig Intervall-Training auf dem Crosser. Das Trainingslager auf Mallorca Ende Februar hat mich vermutlich gerettet, aber durch schlechtes Wetter, Krankheit und danach geringen Trainingsumfang konnte ich darauf nicht mehr groß aufbauen.

Ausreden? Eher Klarheit darüber, dass die Schwächen, die sich im Rennen offenbart haben, auch ihre Gründe haben, die ich im Vorfeld hätte beeinflussen können. Aus der Spitzengruppe bin ich nach dem ersten Anstieg geflogen, eine Stelle, die ich sehr gut kenne: langgezogener Anstieg, sehr kurze Abfahrt, kurzer Anstieg, kurze Abfahrt, und wieder hoch. Im Grunde perfekt, um sich mit dem richtigen Intervalltraining darauf vorzubereiten. Die Abfahrt bin ich dann alleine im Wind gefahren, so dass ich am nächsten Anstieg – der Hohe Hagen – ziemlich platt war (siehe Foto…), obwohl ich noch fast bis zur ersten Verfolgergruppe aufschließen konnte.

Nach dem Hohen Hagen dann das Gleiche: alleine auf dem langen leicht abfallenden Stück (ingesamt sicher zehn Kilometer). Wo man in der Gruppe locker 60 km/h macht, bin ich mit 40 km/h langgetuckert. Und von hinten: kam niemand. Also durchdrücken, und etwas später kam dann doch noch eine Gruppe, die ich halten konnte, und die bis zum Ziel zusammengeblieben ist. Aus dem Gruppensprint habe ich mich rausgehalten, es ging glaube ich um die Plätze 70-78, und das war mir ehrlich gesagt egal.

Und nächstes Jahr? Startblock A steht dank des Ergebnisses auch für 2014, und man kann sich ja vornehmen, konstanter und vernünftiger zu trainieren. Letztlich ist es auch erste meine zweite „Saison“, die ich fahre (2012 war es mit der Tour d’Energie nur ein Rennen und ein Bergzeitfahren), und zu wissen, dass man mit relativ wenig Aufwand Verbesserungspotential hat ist ja auch nicht das Schlechteste.

2013 stehen noch ein paar weitere Rennen an: Rund um Köln im Mai und der Sparkassen Giro in Bochum sind ebenso gesetzt wie das Bergzeitfahren in Hemeln Spätsommer. Wenn es zeitlich passt kommt noch der Münsterland Giro hinzu, und die Hannoverchallenge im Juni werde ich vermutlich auch fahren.

On verra.