Eigentlich. Eigentlich wollte ich nie einen Triathlon bestreiten. Das Laufen habe ich vor eineinhalb Jahren zu Gunsten des Rennradfahrens und meiner Knie aufgegeben. „Joggen“ hätte es damals auch besser beschrieben – bis auf kurze Intermezzi, in denen 5k- oder 10k-Rennen das Trainingsziel waren, dass jedoch nie umgesetzt worden ist.

Schwimmen kann ich nicht. Konnte ich nie. Mit acht habe ich mein Seepferdchen gemacht. Beim Schulschwimmen war ich einer der langsamsten, der Bauchanteil meines Kopfsprungs ist beträchtlich. Beim Kraulen kriege ich Wadenkrämpfe.

Und jetzt: am Sonntag steht mein erster Triathlon an. „Triathlon“ eher, denn es ist nur die Volksdistanz, bei der man kaum nass wird, bevor man wieder aus dem Schwimmbecken steigt. 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen. Für sich genommen ist das alles machbar. In der Kombination habe ich es noch nie getestet, gekoppelt habe ich bislang nur Schwimmen mit Laufen (keine Ahnung, ob das so sinnvoll war) – und mir dabei dicke Blasen geholt, weil ich auf die Socken in meinen Joggingschuhen verzichtet habe.

Der Göttinger Stadtwerke-Volkstriathlon wird also eine doppelte Premiere: erste Kombination der drei Sportarten, erster Wettkampf. Meine Ziele für Sonntag sind dementsprechend bescheiden. Auf der Schwimmstrecke die 500 Meter durchalten, auf der Radstrecke nicht von Trekkingradfahrern überholt werden, auf der Laufstrecke nicht gehen. Wenn das alles klappt kann ich mir immer noch meine Sekundärziele in Erinnerung rufen: unter zwölf Minuten schwimmen, unter 35 Minuten Rad fahren, und unter 25 Minuten laufen. Wenn ich dann noch in der Wechselzone mein Fahrrad auf Anhieb finde bin ich zufrieden. Achja, es wäre schön, wenn ich auf im 50-Meter-Becken keinen Fuß ins Gesicht kriege.