In der zweiten Saisonhälfte stieg die Motivation sich zu überwinden von Woche zu Woche. Alle Faktoren wie die neue Trainerin, zwei neue Fahrräder, eine Steigerung des Trainingspensums und der Gewichtsverlust trugen dazu bei, dass ich im zweiten Teil des Saisonrückblicks ein positives Feedback für die Saison 2013 ziehen kann.

Mit dem Urlaub und der vielen Freizeit konnte der Grundstein gelegt werden. In zwei Wochen Urlaub kamen 27 Trainingsstunden zusammen, danach konnte ich aber die Umfänge halten und erreichte erstmals über 60 Trainingsstunden in einem Monat. Auf Hvar gab es viel zu erleben und war natürlich als Motivationsfaktor schon riesig. Das MAO-TAINBIKE trug in dieser Zeit aber auch einen Teil dabei, denn die Fahreigenschaften konnten voll überzeugen.

Auch im August konnte und wollte ich die Umfänge halten. Ich brauchte schließlich nicht mehr Trainingstage, sondern einfach jeden Trainingstag 1-2 Stunden mehr Zeit, die ich bereits hatte aber nur anderweitig nutzte. Beruflich bedingt mussten meine Vorbereitungsrennen in Zierenberg und Nordenau ausfallen, dafür entschloss ich mich an dem Abenteuer Trans Zollernalb im September teilzunehmen.

Als unmittelbare Vorbereitung auf das Etappenrennen war ein Miniausflug in die Alpen geplant, was sich leider aufgrund einer Verletzung von Stefan kurzfristig änderte. Ich suchte mir eine andere Herausforderung und habe sie in der Eifel gefunden. Unter dem Motto Eifelride statt Stelvio sammelte ich 2000 alpine Höhenmeter im Nationalpark Eifel.

Im Hintergrund liefen bereits die Vorbereitungen auf die TZB, doch davor konnte ich in Boppard dem MAO-TAINBIKE einmal die Gelegenheit bieten sich im Rennen zu beweisen. Beim MTB-Gallahaan-Trail startete ich den zweiten versuch auf die Mitteldistanz zu wechseln. Das Ergebnis (24. Sen1) war bereits wesentlich besser, es fehlte einzig die Rennbelastung nach den vielen Trainingswochen.

Gerade rechtzeitig vor der Trans Zollernalb (und mit fast einem Monat Verspätung) wurde dann mein neues Twentyniner fertig. Das Cannondale Flash speckte von der Testfahrt (9,7kg) bis zur Abholung (mit zahlreichen Neuteilen und Umbauten) über 700 Gramm ab. Es ist flink und fährt sich nach wie vor wie eine Rakete. Vor der Trans Zollernalb blieb mir wenig Zeit, um mich mit dem Bike vertraut zu machen. Bereits in den ersten Trainings purzelten die Zeiten auf meinen Hausbergen, besonders erstaunt war ich über die Fahrleistung auf der Straße mit Lockout wie zum Beispiel am Kiffelberg.

Die Nervosität auf die Trans Zollernalb stieg von Tag zu Tag. Meine Vorbereitung auf das Etappenrennen war gut und ich war mir sicher, dass ich ankommen werde. Das ich aber auf der ersten und dritten Etappe eine richtig tolle Leistung ablegen würde, damit habe ich nicht wirklich gerechnet. Insbesondere die dritte Etappe war Spaß pur und das obwohl es nicht eine Verschnaufspause gab. Am Ende war ich mit meinem Rennen sehr zufrieden und konnte den Abstand auf meine NRW-Kollegen sehr gering halten.

Danach folgte eine verdiente Ruhewoche, ehe es an die Vorbereitung für die letzten beiden Rennen des Jahres ging. Mit dem einsetzenden Regen und dem Temperaturabsturz wurde mir schnell bewusst, dass die letzten Rennen alles andere als Zuckerschlecken werden. Trotzdem entschied ich mich kurzfristig für die Mittelstrecke beim Langenberg Marathon. Und wie habe ich das unterwegs verflucht. Vor lauter Matschepampe nichts gesehen, der schwere Boden war dann auch noch fies zu fahren und gefühlt fuhr ich dem Feld hinterher. Umso überraschender der Ausdruck nach der Zieldurchfahrt: 8. Platz Sen 1. Wahnsinn. Nach der Ergebniskorrektur war es immer noch der 9. Platz. Danach waren die Qualen, die abgefrorenen Füße und all der Dreck vergessen :-)

Eine Woche später war es in Büchel dann trocken, dafür sau kalt. Aber so ist das mit dem Herbst, beruflich war ich wiederum noch eine Woche später in Büchel und hatte 18 Grad. So ist das Leben. Der Wilde Endert Marathon jedenfalls war prima. Am Anfang viel Tempo Gebolze und hinterher technische Leckerbissen und zum Saisonabschluss die nächste Top 10 Platzierung.

Ich bereue nicht, dass ich 2013 erstmals auf die NRW Trophy verzichtet habe und an der MTB Challenge teilgenommen habe. Die Serienwertung in Rheinland Pfalz ist toll organisiert, die Ergebnisse schnell online und die Teilnehmerzahlen wesentlich höher als im Sauerland. Zudem sind die Strecken einfach einen Tick besser mit mehr fahrtechnischen Herausforderungen. Am Ende reichte es in der Gesamtwertung für den 22. Platz in Anbetracht des Saisonstarts das bestmögliche Ergebnis, allerdings ist hier noch Potenzial nach oben.

Insgesamt bin ich mit dem Verlauf der zweiten Saisonhälfte mehr als zufrieden und bin gewillt in den dunklen Wintermonaten an den Leistungen anzuknüpfen und meine Vorbereitung auf die Saison 2014 solider und mit mehr Durchhaltevermögen durchzuführen. Pläne für 2014 sind jedenfalls genügend Vorhanden.