Seit knapp drei Wochen trainiere ich regelmäßig mit dem Bkool Turbo Rollentrainer und bin bisher sehr zufrieden. In Erkelenz regnete es gestern und so zog es mich kurzerhand nach Frankreich zum Fuße des Mont Ventoux. Die 23km lange Steigung mit 1650hm war eine gute Herausforderung zum Abschluss des Jahres.

In den ersten Einheiten war das Fahrtverhalten auf der Rolle etwas ungewohnt und die Lautstärke irritierend. Mittlerweile kann ich damit leben und finde das Fahrverhalten sogar sehr ansprechend. Dadurch, dass die Halterung des Hinterrads nur vom Hinterrad selbst gehalten wird (siehe Foto im Artikel) ist das Fahrverhalten nicht ganz so starr, sondern das Rad schwingt ein wenig mit.

Zum Jahreswechsel suchte ich mir vorgestern dann eine richtige Herausforderung und entschied mich letztendlich für den Aufstieg zum Mont Ventoux in Frankreich, witzigerweise fuhr ex-Teampartner Ralf Haupt die gleiche Strecke zur gleichen Zeit. Schade das wir uns nicht getroffen haben…

Die ersten 5km waren passabel, die Steigung lag zwischen 5-7%, danach zog sich der Weg aber gewaltig und ich kam ganz schön ins schwitzen. Bis 7km vor dem Ziel fiel die Steigung selten unter 8% und lag im Mittel eher bei 10%. Während ich früher bei ähnlichen Belastungen auf einer mechanischen Rolle vor Einöde einging, war das begleitende Video in Fahrgeschwindigkeit stets eine Motivation und sorgte für Aufschub. Insbesondere die letzten Kilometer bis zum Ziel verflogen gerade zu.

montventoux28122013

Ein kleiner fader Beigeschmack bleibt, denn bei Steigungen >9,5% wurde die Trittschwierigkeit nicht schwieriger, sondern nur das Tempo in der Software verlangsamt. Das ist natürlich weniger authentisch, allerdings sind 9,5% Steigung auf der Rolle dann auch schon okay. Die Fahrgeschwindigkeit, Wattleistung und das Gefühl in Kopf und Beinen war hingegen sehr realistisch. Es fehlte aber die sanfte brise Wind, die für den kühlenden Effekt gesorgt hätte. Der Schweiß, der so vom Arm immer wieder aufs Bein tropfte, war dann doch arg fies.