Im März zieht es bekanntlich viele RadsportlerInnen auf die kanarischen Inseln oder andere wärmere Fleckchen, um sich auf die kommende Saison vorzubereiten. Grundsätzlich eine gute Entscheidung, denn man hat in der Regel sehr gute Trainings Voraussetzungen und kann ordentlich Kilometer fressen wie es zum Beispiel Jule, Coffee & Chainrings Stefan oder Markus von 54elf.de taten.

Da ich aufgrund der Bike Four Peaks und wahrscheinlich der Sparkassen Trans Zollernalb mindestens eine, wahrscheinlich aber zwei Wochen Bikeurlaub nehmen möchte, habe ich mich in der Vorbereitung für ein Trainingslager @home entschieden. Dafür bedarf es aber ein paar wichtiger Dinge, die man berücksichtigen muss.

Wie in einem auswärtigen Trainingslager sollte man auch die Regeneration und das Essen entsprechend dem Vorhaben anpassen, um ein erfolgreiches Training zu absolvieren. Man sollte also versuchen seinen normalen Alltag zu unterbrechen, um sich auf den Spot fokussieren. Ausserdem darf einem das Wetter nicht allzu sehr demotivieren, im März darf man eben keine 20° in Deutschland erwarten.

IMG_4710

18 Stunden Training auf dem Rad sowie zwei Einheiten im Studio sorgten für eine Trainingswoche mit einem Umfang von über 20 Stunden. Dabei kamen zwar nur 380 Kilometer zu Stande, was aber an den vielen Einheiten auf dem Mountainbike lag. Durch den sturmartigen Wind am Wochenende habe ich zwei weitere Stunden liegen gelassen und meine Einheiten Samstags und Sonntags jeweils um eine Stunde gekürzt. Am Dienstag nutzte ich die nahe liegende Eifel, um ein Bergtraining zu absolvieren.

Zwischen dem Kraft-Training und den lockeren Radeinheiten am Montag und Donnerstag nachmittag legte ich die Beine auf der Couch schön hoch. Ebenso legte ich nach dem Bergtraining am Dienstag und den Fahrtspielen am Mittwoch und Sonntag längere Ruhepausen ein. Auf dem Nahrungsplan standen viele Gerichte mit frischem Gemüse und Hirse. Morgens gab es Haferflocken mit frischem Obst und nach dem Training auch mal die ein oder andere Köstlichkeit wie zum Beispiel vegane Donauwelle oder vegane Mohn- und Apfelschnecken.

Insgesamt bin ich mit dem Trainingslager @home sehr zufrieden und stellt für mich eine akzeptable Alternative zu den Flugreisen dar. Ich konnte mich in der Woche prima auf den Sport fokussieren und war nur selten durch andere Dinge abgelenkt. Zudem haben wir natürlich in diesem Winter und Frühjahr durch das milde Klima ziemlich gute Vorraussetzungen zum trainieren, wenn man von dem teils sehr kräftigen Wind absieht. Und hier ist dann der kleine Nachteil im Vergleich zum Trainingslager auf den Kanaren: Es fehlen die neuen optischen Eindrücke der Landschaft, die einen auch bei schlechterem Wetter motivieren oder diverse Trainingspartner, die gegen den Wind mitleiden.