Es gibt Tage da läuft es bzw. fährt es sich von Anfang perfekt: Epische Trainingstage, ich merke bereits während des Trainings die Richtigkeit des Reiz und bin mir über die Nachhaltigkeit der Einheit absolut bewusst. Epische Trainings kann man nicht erzwingen aber man muss sie genießen. Heute war bei mir so ein Tag, ich möchte davon erzählen.

mein_trainingstagebuch

Nach dem ich gestern meinen Running Streak erreicht habe, wollte ich heute morgen etwas Neues. Nüchternes Training halte ich noch immer für sehr sinnvoll in meiner Situation, ich arbeite am Stoffwechsel und kann gleichzeitig etwas für die Energiebilanz des Tages tun.

Im Gegensatz zu den letzten Radeinheiten fühlte sich bereits die erste Stunde prima an. Ich entschied mich für eine 25km lange Runde mit zwei kürzeren Anstiegen zum wach werden. Der Bkool Simulator hat heute einiges zum erfolgreichen Training beigetragen, denn er spendierte mir eine gut laufende Gruppe. ;-)

Eine prima Gruppe im Sonnenschein - wunderbar zum wach werden.

Eine prima Gruppe im Sonnenschein – wunderbar zum wach werden.

Es war aber nicht nur die virtuelle Umgebung, sondern vor allem die Leichtsüßigkeit wie sich die Kurbel gedreht hat und wie fokussiert ich auf das Training war, die die erste Einheit des Tages bereits so erfolgreich werden ließ.

Nach Frühstückspause ging es dann zum eigentlichen Training des Tages über 180 Minuten mit 3x6min Kraftausdauer und daran anschließend jeweils zwei Minuten Tempofahrt. Ein Training – gerade auf der Rolle – mit Brechreizcharakter aber heute nicht! Voller Vorfreude auf die Intervalle fuhr ich zuerst meinen ersten Nightride im Bkool Simulator. Die Abwechslung der Software ist schon ganz nett, wenn man 180 Minuten auf der Stelle fahren möchte.

Nightride in der virtuellen Umgebung, sogar an die Bikelampe wurde gedacht!

Nightride in der virtuellen Umgebung, sogar an die Bikelampe wurde gedacht!

Die erste Stunde machte tierischen Spaß und ich genoss auch die Anstiege zum warm werden. Voller Vorfreude startete ich dann mein Intervallprogramm mit 6% Steigung für die K3 Intervall und anschließenden 2,5% Steigung für die Tempofahrt, so dass ich mich voll auf das Treten konzentrieren konnte und nicht schalten musste.

Und was wurde das für eine Qual. Eine schöne Qual! Freude an Schmerzen und innere Zufriedenheit zeichnen epische Trainingseinheiten aus. Innerlich schrie ich nach mehr und erfreute mich an meiner Leistung, die im Vergleich zu den Wochen davor auf dem Rad richtig gut war. Die Vorgabe von 240 Watt im K3 Bereich konnte ich über alle drei Intervalle umsetzen.

Anschließend gab es als Abschluss noch einmal die 25km der Morgeneinheit, weil sie mir so gut gefallen hatte. Mit sechs weiteren Teilnehmern ging es los und der Multiplayermodus, den ich zum ersten Mal ausprobiert hatte, sorgte in der dritten Trainingsstunde für den letzten Kick. Ich habe nicht überpaced aber ich war schön in den oberen Grenzbereichen meiner Vorgabe, normalerweise neige ich am Ende eines Training eher zum Abrutschen in die unteren Bereiche.

Und obwohl ich im mittleren Trainingsteil meine Beine gut bearbeitet habe, konnte ich an den beiden Anstiegen noch ein bißchen was rausquetschen.

Zum Schluß ist es das Gefühl nach dem die Trainingseinheit oder der Trainingstag beendet ist, was den epischen Trainingstag auszeichnet. Diese innere Zufriedenheit, der Optimismus für die Saisonziele, das Glücksgefühl und gleichzeitige körperliche Erschöpfung. Ich weiß einfach, dass dieses Training ein Schritt mehr in die richtige Richtung war als alle anderen Einheiten der letzten Wochen.