Die ch mag das Gefühl: Schwere Beine, müde Knochen und die innere Anspannung. Es wäre auch irgendetwas falsch würde der Körper nach acht Traningstagen (>20h Training) sich nicht melden. Aber ich bin noch nicht komplett im Arsch.

Während ich gerade das neue Beginner Album höre, Kaffee trinke und das tolle Wetter genieße, freue ich mich bereits auf die nächsten zwei Trainingstage. Zwei weitere Trainingstage, die noch einmal alles abverlangen werden. Ich will es sehr! Bei diesem Wetter noch viel mehr! Und dank meines Urlaubs kann ich auch die 20h Trainingswoche prima kompensieren, denn es ist ein schmaler Pfad, den man mit diesem Erschöpfungsgrad entlang wandert. Heißt im Klartext aber auch: Es ist keine Zeit für eine Diät :-)

Solidarität mit Feine Sahne Fischfilet

Die tolle Artikel Überschrift habe ich aus Solidarität für Feine Sahne Fischfilet gewählt. Kennt ihr nicht? Macht nichts! Die Ska-Punk Band aus dem Norden hatte am Wochenende in Anklam, tief im Osten der Republik, ein antifaschistisches Konzert gegeben und damit den wenigen Alternativen Menschen, die in der Region leben einen wunderschönen Tag spendiert. Unterstützt von Campino (Die Toten Hosen) und dem Rapper Marteria.

Die Tour heißt Noch nicht komplett im Arsch und bringt gute Musik an ein alternatives Publikum, was im braunen Alltag der Region sonst weniger zu lachen hat.

Umso mehr erstaunt bin ich darüber, dass die Mainstream Medien jetzt dem rechten Aufschrei von Empörung folgen und die Band diskreditieren. Dabei könnte sich der nun so echauffierte Teil der Öffentlichkeit vielleicht einmal fragen, warum in Ostvorpommern eine Punkband derzeit mehr auf die Beine stellen kann, als alle demokratischen Akteure zusammen. (Mehr zum Thema von Patrick Gensing, Journlist)


Back to sports

Entschuldigt das Ausschweifen aber Coffee & Chainrings hat keinen Platz für Rassismus.

Nicht komplett im Arsch ist also doppeldeutig, gilt sowohl für die Gesellschaft als auch für meine derzeitige körperliche Verfassung. Was für ein Brücke.

Das Trainingslager zu Hause kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, das 24h München ist komplett verarbeitet und die zweite Saisonhälfte beginnt in zwei Wochen mit dem P-Weg Marathon. Bereits in vier Wochen startet das 24h Rennen in Gulbergen, so gesehen ist der Trainingsreiz jetzt genau der Richtige. Denn man sagt, dass ein Reiz sich nach drei Wochen in Form niederschlägt. Topfit am Start also!

Sommer, Sonne, schweißtreibende Prozesse

Ich liebe Sommer und Sonne! Ich fahre lieber bei 32 Grad als bei 3,2 Grad, nichtsdestotrotz sind diese Temperaturen für den Körper natürlich anstrengender zu verarbeiten als kühleres Wetter. Sechs Stunden bei über 30 Grad gehen an die Substanz, machen aber auch extrem viel Spaß.

Am Montag war ich Ansgar echt dankbar, dass er sich die Zeit für die Sprint Intervalle freischaufelte und die Hausarbeit vernachlässigte. Denn die 15×30″ Sprintintervalle waren für mich auch gleichzeitig ein mentales Training; durchziehen und hinterherfahren anstatt aufgeben. Diese Schwäche habe ich gemeinsam mit Thorsten entdeckt, eine Mischung aus fehlendem Selbstvertrauen und negativen Ich-Botschaften führen immer noch dazu, dass ich meine Leistung nicht zu 100% umsetzen kann. Ansgar hatte die Aufgabe die Sprints so zu fahren, dass ich hinterher fahren muss. All-in und dran bleiben. Für meinen Kopf eine echte Herausforderung, klappte auch nicht immer. Aber es wird besser.

Heuvelland bei 30 Grad

Am Dienstag musste ich dann durch das Tal der Depressionen fahren. Nachdem ich im Heuvvelland mit dem Rennrad die Highlights des Amstelgold Race abgefahren bin, zogen sich die letzten 30km nach Hause extrem. Aber am Ende wartete ein Eisbad die Erkenntnis, dass 150km ungeheuer viel Spaß machen.

Als hätte das noch nicht ausgereicht, freute ich mich bereits am Abend auf die Bergintervalle am Mittwoch. Allerdings waren diese dann weniger zufriedenstellend. Ein Mix aus Erschöpfung und Hitze sorgten dafür, dass ich deutlich unter meiner FTP-Schwelle blieb und den Steigungen der Sophienhöhe mit dem Mountainbike wenig entgegenzusetzen hatte.

Vorteil der Planung dieser Woche mit der langen Einheit in der Mitte war der, dass ich nach den Intervallen am Mittwoch bis zum Maximalkraft Training am Donnerstag eine längere Pause hatte. „Längere Pause“ eigentlich nur im Vergleich zum Vortag, denn das sechs Stunden Training war dann mit der Nachbereitung um 16:30 Uhr abgeschlossen, während ich am Mittwoch bereits um 14:30 auf der Couch lag und später noch Zeit für das Freibad hatte.

Bestleistungen im Gewichte stemmen


Das Ergebnis der Intervalle beschäftigte mich nicht nachhaltig, denn mein Schnitt in der Kniekehle sowie die Hitze sind starke Argumente, hier nicht auf die absolute Leistung zu gucken. Und mein Gefühl täuschte mich nicht, denn am Donnerstag setzte ich dann beim Maximalkraft Training neue Besteleistungen.

23x100kg Squats in unter fünf Minuten, während ich die Langhantelstange nicht einmal absetzen musste. Chaka! Geiles Gefühl. Anschließend gab es weitere 1 Satz Übungen mit Höchstgewichten und 20-30 Wiederholungen. Ein erhabenes Gefühl ist die Ruhe danach, wenn die Beine noch stundenlang den Reiz verarbeiten.

Noch nicht komplett im Arsch :-)

Noch nicht komplett im Arsch :-)

Das Training merke ich noch heute! Nicht komplett im Arsch aber auf dem Weg dorthin. Ansgar wartet gleich im Nationalpark de Meinweg, um mich bei meinem Fahrtspiel zu begleiten. Danke. Sowas tut in dieser Trainingsphase echt gut. Und morgen dann die nächsten 150km, danach habe ich dann am Sonntag einen Reggie Tag verdient. Und in der kommenden Woche folgen drei weitere Belastungstage, bevor ich dann im Tapering die aufgebaute Form hoffentlich erhalten kann.