Vor drei Wochen wurden wir von Boris Unterlenker zum Liebster Award nominiert, gemeinsam mit den renommierten Blogs von Jule radelt und Wattsbehind. Wir haben uns sehr über die Nominierung gefreut, noch mehr aufgrund der wirklich schönen Fragen, die wir gleich beantworten dürfen.

Wir hätten euch an dieser Stelle gerne mit der ersten offiziellen Videoblog Folge Rede und Antwort zu machen Liebster Award gestanden, allerdings haben es Ansgar und ich nicht geschafft terminlich über ein zu kommen. Training, Arbeit, Umzug, Familie, Krankheit… der Dezember hat einfach zu wenige Tage, um alles unter einen Hut zu bringen. Bitte entschuldigt, wir hatten uns nämlich sehr darauf gefreut und wir wollten es auch sehr!

Der Liebster Award

Bevor wir aus der Kaffeetasse plaudern, möchten wir kurz erklären, was es mit dem Liebster Award auf sich hat. Der Liebster Award ist eine Art Blogger-Kettenbrief-Schneeballsystem mit dem Zweck, neue Blogs zu entdecken und die Blogger untereinander zu vernetzen. Boris hatte recherchiert, konnte den Beginn dieses Awards aber mit einer Google Suche nicht mehr ausfindig machen.

Ursprünglich hieß der Liebster Award „Liebster Blog“. Die Regeln verlangen, dass man die von dem Nominierenden gestellten Fragen beantwortet und seinerseits eine Reihe von anderen Blogs nominiert und neue Fragen stellt.

Nominierung durch den Unterlenker

Soweit so gut, wir wurden von Boris (Unterlenker.com) mit den folgenden lieben Zeilen zum Liebster Award nominiert, die wir gleich mehrmals voller Freude gelesen haben. Danke Boris für diese netten Worte!

Coffee and Chainrings
Einer der besten Rad-Blogs Deutschlands, wie man, dem letzten Zwischenstand der Top Fahrrad Blogs 2016 nach zu urteilen, mit Fug und Recht behaupten kann. Hier gibt es alles, MTB, Rennrad, Ernährung, Training, Tests, Material. Immer authentisch, immer echt, immer mit vollem Einsatz und einer Tasse Kaffee. Coffee and Chainrings veröffentlicht jede Woche die Lieblingsblogs mit den besten Links aus der Blog Szene. Sehr empfehlenswert! (Boris von Unterlenker.com)

Liebster Award 2016

Boris fragt, Ansgar und Daniel antworten.

1. Seit wann bloggst du und was war die Intention damit anzufangen?

Ansgar: Ich bin noch gar nicht lange dabei! Genau genommen habe ich Anfang 2016 angefangen bei Vennbike angefangen meine Geschichten zu schreiben, auch meine um meine Erlebnisse zu verarbeiten. Irgendwann fragte mich Daniel, ob ich nicht Lust hätte einen Gastartikel zum 1×10 Antrieb zu schreiben. Darüber habe ich mich sehr gefreut, zumal Daniel und ich mittlerweile auch regelmäßig gemeinsam auf dem Rad saßen und ich viel gelernt habe. Und wie es dann kommen musste, war meine Kaffee Leidenschaft und de räumliche Nähe zu Daniel der ausschlaggebende Grund zu Coffee & Chainrings zu „wechseln“, wobei mir natürlich die Vennbiker immer noch sehr wichtig sind. Bei Coffee & Chainrings kann ich ich mit meinem Befindlichkeits Protokoll selbst entfalten und habe viele Freiräume meine Erlebnis ruf um den Radsport und noch mehr zu erzählen.

Daniel: Bereits zu meinen E-Sports Zeiten habe ich regelmäßig auf einer Clanseite über unsere Duelle und Co geschrieben. 18 Jahre jung und 120kg schwer :D Mit dem Entfachen meiner Leidenschaft Mountainbike im Sommer 2006 und dem Eintritt in den damals gegründeten Mountainbike Verband Deutschland hatte ich schnell den Vorstandsposten „Pressesprecher“ inne. Seitdem habe ich auch parallel immer eigene Blogs betrieben. Ende 2012 überlegten Stefan und ich mit unseren Blogs Bike-Punk und Antistyles Velo ein gemeinsames Projekt zu starten, Coffee & Chainrings. Wie Ansgar habe ich auch ein hohes Mitteilungsbedürfnis meiner Befindlichkeit und schreibe besonders gerne über Trainingsmethoden und die allgemeine Stimmungslage. Damit verarbeite ich nicht nur das Erleben, sondern schöpfe mit eurem Austausch auch immer neue Motivation für den Sport.

2. Schreibst du spontan oder bloggst du auf Vorrat und veröffentlichst nach einem festen Plan?

Ansgar: Ich habe definitiv zu viele Ideen für zu wenig Zeit, im Kopf habe ich meistens immer mehrere Artikel. Aber ich schreibe meine Artikel dann immer spontan, leider benötige ich zum Schreiben wesentlich mehr Zeit als Daniel.

Daniel: Puh, eigentlich wie es kommt.Manchmal habe ich einen Flow und schreibe einen Artikel komplett herunter, dann trage ich die Ideen manchmal wochenlang mit mir rum und der Artikel ist im Kopf bereits fertig aber nicht aufgeschrieben. Je nach Zeitbudget arbeite ich manchmal auch vor, wenn ich zum Beispiel in den folgenden Tagen wenig Zeit habe. In der Regel sind meine Beiträge im Trainingstagebuch spontan, während meine eher methodischen Beiträge geplant sind.

3. Welcher Post war, gemessen an den Zugriffszahlen, dein bisher erfolgreichster?

Ansgar: Die Statistik meldet meinen Artikel zum Rurseemarathon 2016.

Daniel: Mein erster Artikel über den BDR in diesem Jahr, als Radfahrer-Kollegen mit RadRace Teilnahme eine Sperre drohte. Danach liegen Good Bye BDR und der Test zum Garmin Edge 820 gleich auf.

4. Welcher Post war dein bester Post, gemessen an deinen eigenen Qualitätskriterien und warum?

Ansgar: Für mich war der Artikel zum Vulkanbike Marathon sehr bewegend. In dem Artikel konnte ich meine gesamte Enttäuschung ausdrücken Fundhabe dann über die sozialen Netzwerke viel Zuspruch und Aufmunterung erhalten aber auch andere Sichtweisen kennengelernt, die mir helfen werden in Zukunft nicht mehr in ein Loch zu fallen.

Daniel: Ähnlich wie bei Ansgar ist mein Artikel über das 24h Race München und die Reaktionen darauf mein Favorit in diesem Jahr. Das Rennen meines Lebens war eine emotionale und befindlichkeitsorientierte Verarbeitung der Geschehnisse beim 24h Race München.

Außerdem mochte ich meinen Beitrag über Femke van den Driessche und dem ersten Fall von Motordoping im Radsport. Der Artikel diskutiert die Sperre kontrovers und die anschließende Diskussion zeigt wie emotional es im Radsport abgeht.

5. Unabhängigkeit ist ein hohes journalistisches Gut und gute Zeitungen achten streng auf die Trennung von Werbung und redaktionellem Inhalt. Wie stehst du zu Sponsoring, kostenlosen Testprodukten und Einladungen zu Reisen etc.? Gibt es für dich eine Grenze?

Daniel: Coffee & Chainrings richtet sich nach dem Blogger Relations Kodex und kennzeichnet generell werbende Beiträge. In unseren Testberichten stellen wir transparent und für unsere Leser eindeutig klar, wenn wir Vergünstigungen oder kostenfreie Muster erhalten haben.

Es ist ein schmaler Grat zwischen Sponsoring und Werbung zur Refinanzierung des Projekts auf der einen Seite und Authentizität auf der anderen. Werbung und Sponsoring ist für uns solange in Ordnung, wie es unsere Leser nicht vom Kern der Sache ablenkt und inhaltlich zu unserer Arbeit passt. Im Fokus bleiben immer unsere Artikeln unsere Meinungen und Standpunkte sind unverkäuflich.

6. Was war das Verrückteste oder Tollste was du jemals auf dem Rad erlebt hast?

Ansgar: Mein erster richtiger Alpentrail. Der Fleckalmtrail war atemberaubend, sowohl extrem anspruchsvoll als auch einfach umwerfend. Daniel hatte mir den Trail empfohlen, weil er in 2014 gefahrenen ist und nach wie vor zu seinen besten Trails zählt.

Daniel: Verrückt war auf jeden Fall die dritte Etappe der Transalp mit einer fast zweistündigen Besteigung des Tauernkreuzes (zu Fuß, da nicht fahrbar). Hinterher gab es das Gerücht, dass Team Bulls hätte dafür extra die Schuhe gewechselt.

Toll waren viele Sachen, es fällt mir schwer etwas besonders hervorzuheben. Aber wenn ich mich festlegen muss, dann die Rikscha Fahrt von unserer Wohnung zum Standesamt. Standesgemäß habe ich meine Frau kutschiert, anschließend hat dann Stefan übernommen und uns zur Feier gefahren. Bekomme noch heute Gänsehaut, wenn ich daran denke. Kurz danach folgt die erste Fahrt mit meiner Tochter im Anhänger.

7. Du kommst zu Geld und machst ein Sabbatical. Was machst du?

Ansgar: Ich mache Coffee & Chainrings und baue ein Bike-Café auf. Außerdem reizen mich Reisen zu den schönsten Trails der Welt.

Daniel: Erstmal Urlaub mit der Familie. Und dann einen Formaufbau auf Gran Canaria mit einer kleinen Finka. Im Frühjahr würde ich gerne die afrikanischen Etappenrennen mit dem Klassiker Cape Epic fahren. In Europa die bekannten Etappenrennen im Sommer mitnehmen und anschließend über Leadville100 zum Brazil Ride. Die Saison könnte ich dann gerne in den USA (Rocky Mountains) ausklingen lassen. Aber dann fehlt noch das Etappenrennen in Israel, ich war noch nicht in Schottland und Irland und bin kein Straßenrennen gefahren.

Wenn es mal soweit kommen sollte, müsste ich also gründlich überlegen und planen. :-)

8. Du kommst zu noch mehr Geld und kannst dir ohne Kompromisse ein neues Rad anschaffen. Was kaufst du dir und warum? Details bitte!

Ansgar: Auf jeden Fall ein 29″ Carbon Racefully, gewichtsoptimiert ist es leicht genug und bietet darüberhinaus viel mehr Komfort. Aufgrund der optischen Schönheit kommt nur ein liegender Dämpfer in Frage. Shimano XTR Di2 Schaltung, ob ich als Herr der Kettenringe auf einfach oder zweifach setzen würde, Kanne ich noch nicht sagen. Wichtig wäre natürlich auch Farbe, nicht so wie Daniels Nachtschattengewächs 😂

Daniel: Ich hab nicht viel Geld, trotzdem kommt das Canyon Lux ziemlich nah an mein kompromissloses Traumbike. Mit mehr Geld wären vielleicht noch leichtere Laufräder, Vorbau und Lenker drin und ein SRM Powermeter. Viel wichtiger wäre mir eine Sonderlackierung in pink :-)

Auf der Straße würde ich mir gerne ein Canyon Aerod aufbauen, natürlich auch mit einer Speziallackierung. Mit Dura Ace Di2 Gruppe und Carbon Clincher LRS.

Und ein Bahnrad. Und ein Cyclocrosser. N+1 wäre mir lieber als Geld für ein Traumrad.

9. Hast du besondere Radsport-Pläne für 2017? Welche Veranstaltung oder welches Rennen wird dein Highlight?

Daniel: 1 Wort, 1 Highlight und völlige Exkstase: Weltmeisterschaft. Ich fahre im Juni 2017 nach Finale Ligure (Italien) zur wembo 24-Stunden Mountainbike Weltmeisterschaft. Mein Highlight 2017.

Ansgar: Für mich als Rennfahrer wird der Rursee Marathons mein Jahreshighlight. Ich bin mit meinem Debutrennen emotional tief verbunden und freue mich jedes Jahr auf das Rennen rund um den Rursee in der Eifel. Außerdem gehört voraussichtlich meine Betreuung von Daniel in Finale Ligure zu den Jahreshighlightsgenauso dazu, wie eine gemeinsame Teilnahme im 2er Team mit Daniel an einem 24h Mountainbike Rennen.

10. Was ist deine bevorzugte Radsport-Destination? Wo lässt sich am besten fahren? Wo gibt es die schönsten Straßen oder Trails?

Ansgar: Ich bin noch nicht so weit rumgekommen, um hier großartig von Destinationen zu sprechen. Mangels Erfahrung würde ich die Eifel als meine Radsport Destination beschreiben.

Daniel: Ich mag die karnischen Alpen, um den Weißensee. Aber auch die Region um St. Johann in Tirol (mit dem Hahnenkamm) find ich toll. Die Insel Hvar (Kroatien) bot mir landschaftlich ein einmaliges Erlebnis. Aber den gewaltigsten Eindruck haben bei mir die Dolomiten während der Transalp hinterlassen.

3, 5 ODER 10 FRAGEN?

Zum Glück mussten wir bei unseren Fragen nicht die Brücke des Todes überqueren. Trotzdem oder gerade deswegen geben wir weder eine Garantie auf Richtigkeit noch genereller Gültigkeit unserer Antworte. Sicher ist sicher :D

The Liebster Award: Unsere Nominierungen

Ansgar und ich werden uns jetzt zurückziehen und uns überlegen, welche Blogs wir für den Liebester Award nominieren. Die passenden Fragen möchten auch gestellt sein, zumal Boris mit seinen zehn interessanten Fragen die meßlatte sehr hoch gesetzt hat.

In zwei Wochen präsentieren wir euch zum Jahresbeginn 2017 unsere Nominierungen und Fragen.