In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.

Trainingslager Tag 12. Ganz heimlich habe ich einen Ruhetag ausgelassen und stattdessen etwas übertrieben… Wetter perfekt, Motivation hoch aber Beine ein Desaster. Außer der Trainingswochenzeit >20 Stunden habe ich den Fokus völlig verloren. Unnötig.

Eigentlich war am Donnerstag trainingsfrei, um ausgeruht in die IE-Intervalle gestern zu starten. Okay, ging ja prima. Aber heute war Ende. Und ich habe es zum Glück frühzeitig gemerkt und meinen falschen Ehrgeiz korrigiert. Statt auf Teufel komm raus die G1/G2 Einheit durchzuboxen habe ich nach einer Stunde das Tempo herausgenommen und einen lockeren und entspannteren Reggie Ride gefahren. Hohe Kadenz, kaum Belastung und ein schönes Gefühl.

Nach dem Training gab es heute mehr Ruhe und darüberhinaus noch schnell die letzten Einheiten umgeplant. Lucas plante mir sowieso eine Ruhewoche ab Montag, allerdings möchte ich das schöne Wetter und den Urlaub noch ausnutzen und habe in Rücksprache ein bißchen Veränderung in den Ablauf gebracht.

Statt morgen die letzte lange Einheit zu fahren, fahre ich moderat nach Erholungszustand. Am Montag gibt es dann eine lange flache Einheit, Dienstag einen ganz ruhigen Tag und am Mittwoch dann den Höhepunkt des Trainingslagers. Also einen Umfangblock zum Abschluss.

Mein Training heute


KB/G1: Freies Training, Gesamtdauer: 165 Minuten, TSS: 75, Leistung: 135 Watt.

Als 100km Tour im G1 nach Düsseldorf geplant, habe ich bereits nach wenigen Kilometern in den Reggiemodus gewechselt und die Sonne genossen. Dabei habe ich auch direkt reflektiert, dass Zahlen Zahlen sind und man sich davon nicht immer verrückt machen sollte. Was sind schon 20 Stunden Training, wenn man auch 17 Stunden viel effizienter trainieren kann.

Bis nach Pulheim war es im Übrigen eine schöne Strecke, wo ich dann auf dem Rückweg vom Saatgutfestival abgeholt wurde, wo meine Frau den vormittag verbachte.

Und sonst so?

Was bleibt ist die Erkenntnis, dass ich mich nicht immer von Zahlen unter Druck setzen lassen darf. Sondern den Fokus auf mein Training behalten sollte. Schönes Wetter, Motivation etc. hin oder her. Ich bin ein Mensch und keine Maschine. Gelernt. Gespeichert. Und angenommen.

Bis morgen!