Bevor ich euch den Bericht zur Night on Bike schreibe, möchte ich meine aktuelle Folge zum Trainingstagebuch mitteilen. Die Night on Bike habe ich aus dem Training heraus angegangen, insofern lassen sich auch die harten Trainingseinheiten im Vorfeld erklären.

Nach der Ruhewoche mit der langen Einheit am Wochenende standen zwei kurze aber knackige Einheiten auf dem Programm. Ermüdung vor dem Rennen war gewollt aber trotzdem muss die Dosis vor einem 24 Stunden Rennen stimmen, denn ein 24 Stunden Rennen ist immer eine physisch wie psychisch extreme große Herausforderung.

2er Block mit hohen Intensitäten

Bei milden Temperaturen um 25 Grad startete ich am Dienstag Mittag zu EB-Intervallen. 3×5′ EB mit jeweils 5′ Pause und anschließend 3×10′ G2 Intervalle brachte die Intensität in das Training zurück.

Das Training verlief ziemlich gut, die drei EB-Intervalle waren ziemlich gleichmäßig und hinten raus stimmte die Intensität bei den G2 Intervallen ebenso.

Tagsdarauf folgte eine VLaMax Einheit mit drei langen G2 Intervallen. Insbesondere das zweite Intervall war in der Umsetzung ziemlich perfekt.

Bei über 30 Grad ist das Training ohne Kohlenhydrate um eine weitere Belastung erhöht. Aber mittlerweile kann ich sowohl gut hohe Temperaturen auch als Wetterkapriolen gut verkraften, wie mir die Night on Bike zeigen sollte.

Rausnehmen vor der Night on Bike

Mit den beiden guten Trainingseinheiten war Schluss für die Woche. Am Donnerstag war trainingsfrei und am Freitag gab es nach der Physiotherapie eine kurze Vorbelastung auf die Night on Bike, die dann mit 12 Stunden Rennzeit die Woche komplementierte.

Generell empfehle ich nicht, ein 24 Stunden Rennen aus dem Training heraus zu fahren. Vielleicht klingt aus dem Training heraus etwas despektierlich oder überheblich, dass ist aber so gar nicht gemeint. Die Night on Bike habe ich als Rennen sehr ernst genommen, allerdings war das Ziel der letzten 5 Trainingswochen nicht am 22.07 in Bestform an der Startlinie zu stehen, sondern über die Night on Bike und weitere Trainingseinheiten und Rennen im September wieder zur Bestform zu gelangen.

An der Startlinie stehend versucht man immer mit den aktuellen Gegebenheiten das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Mit Platz 4 kann die Leistung nicht ganz schlecht gewesen sein, allerdings glaube ich mit einer anderen Priosierung des Events wäre auch das Podium möglich geworden. Dazu dann aber mehr im Rennbericht.

Fazit

17 Stunden Training, 333km und fast 5000hm stehen auf dem Papier. Noch nie war ich Ende Juli kurz vor der 10.000km Marke. Hell yeah.

Der Start in die zweite Saisonhälfte ist gut geglückt. Nach dem ersten Block Wiedereinstieg und der Woche mit der Night on Bike geht es jetzt mit zwei weiteren Umfangwochen weiter, bevor dann ein Rennprogramm folgt, was ich in dieser Form selten in einer zweiten Saisonhälfte vorgehabt habe.