Im letzten Jahr war die Tour d’Energie in Göttingen nicht nur mein Saisonauftakt, sondern auch mein erstes Rennradrennen überhaupt. Die Änderungen in diesem Jahr sind nicht wesentlich: zweites Rennen der Saison (das erste ist die Ronde van Vlaanderen) und drittes Rennen überhaupt… Auch die Strecke hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert, weder auf den 46km – die ich wieder fahren werde – noch auf 100km. Am Vortrag (27. April) gibt es wieder den „Prolog“ von Rosdorf nach Settmarshausen im Rahmen des SBZW-Zeitfahrcups. Ich überlege momentan noch, ob sich die Anschaffung eines Zeitfahraufsatzes für maximal drei Zeitfahren in der Saison lohnt, oder ob ich mich der Tatsache hingeben soll, dass auch zwei bis drei zusätzliche Stundenkilometer nur wenig am Ergebnis ändern können.

Was sich 2013 ändert: durch mein Vorjahresresultat werde ich am 28. April nicht mehr aus Startblock H starten müssen, sondern werde mich weiter vorne einreihen können (B? C? Wir werden sehen.) Mit deutlich mehr Erfahrung, Vorjahreskilometern und einem Trainingslager auf Mallorca im Februar sollte ich mein Ergebnis auch deutlich verbessern können, ich peile derzeit eine Zeit um die 1:15:00 Stunden an (im Jahrjahr lag ich mit ca. 300km Rennraderfahrung und schlechtem Trainingsstand bei 1:29:30).

Zur Tour d’Energie selbst: viele Leuten mit deutlich mehr Rennerfahrung schwärmen von Strecke, Atmosphäre und Organisation. Ich habe keine Vergleichsmöglichkeiten, aber sowohl die 100km- als auch die 46km-Strecke sind abwechslungsreich, landschaftlich schön und ohne große Gefahrenstellen (die Abfahrt vom Hohen Hagen hat 2009 zwar für einige Stürze gesorgt, aber mittlerweile ist das alles gut beschildert und gesichert – wer trotzdem meint, da nicht vorausschauend runterkacheln zu müssen, dem ist ohnehin nicht zu helfen). Auf der 46km-Strecke werden der Anstieg nach Bördel (4,3% im Schnitt) und der Hohe Hagen (6,3% im Schnitt) für eine langgestreckte Führungsgruppe sorgen, die Entscheidung um die ersten Plätze dann aber vermutlich erst wieder auf den restlichen 20km nach Göttingen fallen, auf denen (neben zwei Autobahnbrücken…) keine nennenswerten Steigungen zu verzeichnen sind. Im letzten Jahr musste ich nach dem Hohen Hagen 10km alleine im Wind fahren, dieses Jahr wird das hoffentlich anders.

Einen guten Eindruck der 100km-Strecke gibt es – Minikameras sei Dank – auch bei Youtube: