Am Wochenende bin ich gleich bei zwei Marathons gestartet. Am Samstag Nachmittag erfolgte (wieder einmal) bei frischen acht Grad der Startschuss zum 4. MTB Marathon am Rursee, keine 20 Stunden später wartete ich im Sonnenschein auf den Startschuss des 14. CANYON Rhein Hunsrück MTB Marathons.

Die Bodenverhältnisse unterschieden sich bei beiden Marathons nur marginal, allerdings zu ungunsten des 14. CANYON Rhein Hunsrück MTB Marathons. Obwohl das Wetter mit 18° und Sonne einem Sommeranfang eher gerecht wurde, als die diesigen acht Gard am Rursee, glich der Boden stellenweise eher kleinen Bächen als einem Weg. Trotzdem waren die beiden Marathonstrecken jeweils für sich spitze, abwechslungsreich mit einem passablem Trailanteil. Landschaftlich kann sowohl der Eifelmarathon am Rursee als auch das Mittelrheintal überzeugen, wobei Rhens als Austragungsort des 14. CANYON Rhein Hunsrück MTB Marathons die attraktivere Stadt ist. Jule hat ein paar schöne Bilder aus Rhens in ihrem Blog.

4. MTB Marathon am Rursee
In Einruhr beim 4. MTB Marathon am Rursee startete ich – wie schon vergangenes Jahr – auf der Kurzdistanz mit 37km und 800hm. Die Strecke liegt mir gut, aufgrund der wenig langen Anstiegen. So konnte ich den Marathon auch in einer sehr gut harmonierenden 5er Gruppe durchfahren. Die letzten 3km rund um den Rursee entwickelte sich dann zu einem sehr spannenden Finish, sportlich fair aber ohne Nachgiebigkeit. Im Schlusssprint konnte ich meine Gruppe mit Sekundenabstand auf die Plätze verweisen. Platz 33 von über 120 Startern, in meiner Altersklasse ein guter 11. Rang. Ohne Lizenzfahrer – wie im letzten Jahr – hätte ich auch in diesem Jahr meinen 5. Platz bei den Senioren verteidigen können.

Foto: 4. MTB Marathon am Rursee

14. CANYON Rhein Hunsrück MTB Marathon
Nach einem netten Abend in der Altstadt von Koblenz und ein für Veganer recht sparsames Hotel-Frühstück stand ich dann keine 20 Stunden später wieder in einem Marathon Startblock. Allerdings nicht wie geplant auf der 52km langen Mitteldistanz des 14. CANYON Rhein Hunsrück MTB Marathons, sondern etwas später beim Kurzmarathon. 30km und 750hm schienen mir für den Tag genug, besonders wegen des ersten, langen, Anstiegs von fast 400hm auf den ersten 12km.

Doch dieser Anstieg ging eigentlich relativ gut und ich erreichte die Spitze nach 43min im vorderen Teil der über 350 Teilnehmer. Die Abfahrt war unspektakulär aber mit einer Aussicht, die man nicht häufig bei einem Marathon zu Gesicht bekommt. Die folgenden beiden Anstiege waren von einer kleinen Abfahrt getrennt, ehe es über den Eifelsteig zurück in die Rhenser Altstadt ging. Nach 1:38h erreichte ich als 68. (18. Senioren) das Ziel.

Fazit
Mit beiden Rennen bin ich vom Verlauf her zufrieden, natürlich wäre im ausgeruhten Zustand in Rhens eine bessere Platzierung möglich gewesen. Ermutigt hat mich vor allem, dass ich bergauf bei beiden Marathons im vorderen Mittelfeld den Anschluss halten und mich – besonders am Rursee – absetzen konnte.

Nach dem dritten Rennen der 6. Dr. Cannondale sebamed MTB Challenge stehe ich in der Gesamtwertung auf Rang 20.