In unserem Weihnachtsspezial Bekleidungstest stellten wir euch heute nachmittag die Mavic Inferno Bib Tight vor, als passende Jacke empfehlen wir die Mavic Propane Jacket für die kalte Jahreszeit.

Was war das Wetter abwechslungsreich in den vergangenen acht Wochen. Milde 15 Grad, Temperaturen um den Gefrierpunkt, Regen, Sturm… und trotzdem blieb der Winter bis (glücklicherweise) im Westen (noch) aus. Die Testbedingungen für eine Winterjacken wären trotzdem ideal, denn so musste Mavics Flagschiff bereits den unterschiedlichsten Bedingungen stellen und wusste zu überzeugen.

Die Jacke fällt normal groß aus, was jedoch in Mavics Größentabelle nicht so einfach zu nachzuvollziehen ist. Gleich drei Größen werden pro Größe angegeben: International (Int.), Deutschland, United Kingdom und Vereinigte Staaten (D/UK/USA) und Japan. Nur des Verständnisses wegen, International M ist in D/UK/USA gleichzusetzen mit S, in Japan allerdings bereits L. Es stiftet enorm Verwirrung, wenn mn sich jedoch an der Größe D/UK/USA orientiert, dann macht man es nicht falsch.

Die eng geschnittene Jacke ist Mavics Wärmste mit Cold Ride + Isolierung und dabei um einiges leichter als zum Beispiel die Mavic Espoir Thermo Jacket. Die äußere Dura Lite Warm Schicht ist sehr dünn und hat etwas von einem Seidenballon Trainingsanzug der 90er Jahre. Dafür scheint das Material extrem winddicht und wasserabweisend. Stürze auf Schotter wird die Oberschicht aber eher weniger gut verkraften, so dass die Jacke eher Rennrad Fahrer anspricht oder man muss eben im Geländeeinsatz behutsam mit der Jacke umgehen. Die Mavic Inferno Jacket scheint hier geeigneter, bietet zudem eine praktische Brusttasche, ist dafür aber weniger warm.

Durch die gut platzierten und während der Fahrt gut erreichbaren Clima Vent Reißverschlüsse kann man aktiv die Klimatisierung der Jacke beeinflussen, so dass man auch bei über 10 Grad nicht überhitzt. Mit einem kurzen Unterhemd kann man die Jacke prima bis Temperaturen um die fünf Grad fahren, wenn es kälter wird wechsele ich auf ein langes Unterhemd. Weitere Unterziehtrikots habe ich bisher nicht benötigt und das zeichnet die Jacke eben aus.

Die drei Rückentaschen sind über einen großen Reißverschluss erreichbar und somit erst einmal grob vor Dreck geschützt. Im Innenfach sind zwei kleine Netztaschen und davor eine größere Tasche über die gesamte Verschlussbreite. Toll!

Praktisch finde ich auch die mitgelieferte Gesichtsmaske, die bei eisigen Wind ehr gut geeignet ist. Die Maske wird im Kragen mit Druckknöpfen befestigt und so wird der anfällige Halsbereich gut geschützt. Der Wind zieht nicht durch. Es muss aber schon sehr kalt sein, dass sich die Maske lohnt, denn die Wärmeleistung ist extrem.

Während ich im letzten Jahr bei Temperaturen um Null Grad schon mehrere Schichten trug und trotzdem fror, bin ich mit der Mavic Propane Jacket bisher vollkommen zufrieden und sehe durchaus noch mehr Potential für die ganz kalten Tage.

299€ UVP ist ein stolzer Preis für die Jacke. Im Vergleich mit der 150€ Fraktion (Mavic Espoir etc.) ist die Jacke aber auch ihr Geld wert. Und wer die Augen offen hält, der bekommt die Jacke auch für ab 150€ im Angebot, dann sollte man auch nicht lange überlegen!