Das erste „Rennen“ für mich im Jahr 2014: die Tour of Sufferlandria von The Sufferfest. Neun Tage, elf Video-Workouts jenseits der FTP auf der Rolle, kein Ruhetag.

Hört sich ziemlich bescheuert an, ist es vermutlich auch – macht aber Spaß. Mittlerweile bin ich drei Tage vom Ziel der Tour of Sufferlandria entfernt, das heisst, dass bereits sieben Workouts hinter mir liegen. Das kürzeste: 21 Minuten Time Trial (Extra Shot), allerdings in Kombination mit 49 Minuten VO2Max Training (The Wretched). Das längste: zwei Stunden mit einem TSS von 160 (ISLAGIATT).

Was steht noch an? Freitag: 2x 60min jenseits der Schwelle, Tempoarbeit, Sprints… Samstag: 104min Sweet Spot-Training. Sonntag: 68min 5, 10, 15sec Sprints. Danach steht aufgrund einer Dienstreise eine Woche Radpause an – und die kann ich glaube ich ganz gut gebrauchen. Das Alternativtraining ist auch nicht schlecht: Kraultraining im olympischen Pool (50x23m) in Genf und lockere Laufeinheiten am Genfer See.

Dank Foamroller und Mobilitätsübungen halten meine Beine die Tour of Sufferlandria bislang erstaunlich gut aus, ich bilde mir sogar ein, etwas vom “racing to fitness”-Effekt zu spüren. Auf TrainerRoad zeichne ich die ganzen Workouts auf und habe so einen Überblick über HF und Wattzahlen. TrainerRoad errechnet aus dem Rollenmodell und der Geschwindigkeit eine VirtualPower aus, die zwar nicht wirklich aufschlussreich über die tatsächliche Leistung ist, dank Leistungstest am ersten Renntag aber Auskunft über die entsprechenden Leistungszonen auf der Rolle und damit über die für das Programm interessante FTP liefert. Die liegt bei TrainerRoad bei mir mittlerweile bei 172 Watt (war zu Beginn des Wintertrainings bei 158 Watt) – wenn ich das auf der Straße fahren würde, würde ich vermutlich wegen Langsamkeit umfallen… Im Trainingslager auf Mallorca Anfang März werde ich einen PowerTap-Leistungsmesser zur Verfügung haben, und da rechne ich mit mindestens 100 Watt mehr bei der FTP.

Auf der Rolle reichen mir momentan mangels eines Powermeters diese Messwerte allerdings, die Trainingszonen sind entsprechend dank regelmäßiger Überprüfungen relativ gesehen akkurat, und das reicht schließlich für das Rollentraining aus. Auf der Straße werde ich in absehbarer Zeit nur in Ausnahmefällen mit Powermeter unterwegs sein.