Da packt man Badekappe und Badehose ein, um auf alle Regeln des Schweizer Hallenbadbetriebes eingestellt zu sein, und dann scheitert man fast an einem Vorhängeschloss…

Ich bin gerade beruflich in Genf und will zumindest etwas Laufen und Schwimmen gehen, wenn ich das gute Wetter schon nicht zum Radfahren nutzen kann. Das Hallenbad ist auch nur einige hundert Meter vom Hotel entfernt, und heute war ich schon recht früh mit meinen Terminen durch und hatte Zeit für eine kurze Schwimmeinheit.

Meine Erinnerungen an Hallenbäder in Frankreich während eines Schüleraustausches waren die, dass man Badekappe und „Speedo“ tragen muss – ist hier aber nicht so. Badekappen sind in Genf nicht vorgeschrieben, und solange die Shorts nicht über die Knie reicht kann man im Grunde tragen was man möchte. Naja, an meine enge Zoggs-Short habe ich mich mittlerweile ohnehin gewöhnt, und meine Badekappe hat mir heute gute Dienste geleistet. Nämlich als Schlüsseltasche.

Hier im Schwimmbad gibt es nämlich keine abschließbaren Spinde. Man muss sich ein eigenes Vorhängeschloss mitbringen, um die Sachen abschließen zu können. Hatte ich natürlich nicht mit. Gab es aber zu kaufen im Schwimmbadkiosk. Das Problem war dann natürlich nur, dass die Badehose keine Taschen hat… Also Schlüssel auf den Kopf legen, Kappe drüber, und alle 100 Meter nachfühlen, ob sie nicht irgendwie rausrutschen.

Die Schwimmbahnen hier waren sauber aufgeteilt: Anfänger, gemütliches Tempo, sportliche Schwimmen (Flossen erlaubt), sportliche Schwimmer (Flossen verboten), und die letzte Bahn war für gemischtes Schwimmen. Eine 33m Bahn habe ich aber vorher auch noch nicht gesehen…

Also: beim Schwimmen in Schweizer Hallenbädern vorsichtshalber ein Vorhängeschloss mitnehmen.