Der dritte Wertungslauf der MTB-Challenge führte mich am Wochenende in die hessische Landeshauptstadt zum Wiesbaden Mountainbike Marathon rund um den Kellerskopf. Vier Strecken gab es zur Auswahl und insgesamt nahmen 550 Mountainbiker an dem Event teil, ich startete auf der Mittelstrecke mit insgesamt 300 FahrerInnen das größte Feld.

Nach dem ich bereits den zweiten Wertungslauf (Canyon Hunsrück Marathon) Erkältungsbedingt verpasst habe und die kommenden zwei Wertungsläufe verpassen werde, steht die MTB Challenge bei mir in dieser Saison auf dem absteigenden Ast. Mit zwei erlaubten Streichergebnissen wir das nichts mehr. Nichtsdesto trotz wollte ich mir den Marathon in Wiesbaden anschauen und vor dem Urlaub noch mal schauen, wie es dem Körper geht nach der längeren Pause.

Es lief vom Start weg ganz gut. Das wellige Profil kam mir in der ersten Rennstunde entgegen und ich konnte die vielen kleinen Rampen auf dem 38er Blatt gut hochdrücken. In den Abfahrten konnte ich gut punkten, die Trails waren viel flowiger als in den Alpen. Dafür gab es mehr Trails als in den Alpen und weniger Rollstücke. Dies sollte sich dann in der zweiten Rennstunde bemerkbar machen. Ein kleiner Konzentrationsfehler und schon driftete ich in einer engen Rechtskurve nach rechts weg. Zwei Plätze verloren und nach einem Kettenklemmer wenige Augenblicke später waren die vier erst einmal weg.

Im zweiten Teil des Marathons kamen drei längere Anstiege. Hier fehlte mir ein bisschen Power und trotzdem konnte ich die Lücke nach und nach zu fahren und hatte 2km vor dem Ziel die Fahrer vor dem Sturz wieder erreicht. Aber im Schlussanstieg war dann für mich nichts zu holen und so fuhr ich wenige Sekunden hinter meinen Kontrahenten auf Platz 101. (AK 27) ins Ziel.

2:13h für 44km und damit nur drei Minuten hinter meiner Wunschzeit. Die auch mein Wunschergebnis Top 100 ermöglicht hätte. Nun gut, den Urlaub habe ich mir auch so verdient :D

Der Wiesbaden Marathon ist im Übrigen der heimliche Gewinner des Wochenendes. Nur 220km weit weg und ein tolles Erlebnis mit guter Infrastruktur, schönem Jagdhaus und flowiger Strecke. Ich glaube eine der wenigen Strecken, die auch auf Runde 2 und 3 (Lang- und Ultramarathon) Spaß gemacht hat. Im nächsten Jahr gerne wieder, dann aber auch auf der 84km Langdistanz. Zum Schluss möchte ich noch ein Blick auf die kunstvollen Werbeplakate zum Marathon empfehlen.