Endlich wieder Rennen fahren! Voller Vorfreude startete ich am Sonntag morgen um 06:45 Uhr das Unternehmen Sebamed Bike Day in Boppard. Bereits 2011 stand ich am Sebamed Werksgelände an der Startlinie, leider ist die tolle Veranstaltung damals aufgrund einer Auto-Panne und einer mehr als chaotischen Rückreise völlig untergegangen. Dies mal – um es vorweg zu nehmen – gab es keine Defekte.

Auf der Langstrecke habe ich mich gemeldet, ideale Vorbelastung für die Sparkasse Trans Zollernalb am kommenden Freitag. Langstrecke bedeutet in Boppard allerdings ’nur‘ 60 Kilometer, was in einer Umfrage nach dem Rennen auch als weiterer Punkt neben der fehlenden veganen Pasta bemängelt wurde. Ansonsten ist das Event am Rhein voll toll. Das Rahmenprogramm stimmt, Bike Wash, Dusch Truck, Verpflegungszelte, Kuchenbuffet, Kaffee – alles vorhanden und die zahlreichen Bierzelt Garnituren laden ein zum Verweilen. So war es auch recht voll im Zielbereich.

IMG_6003.JPG(Quelle: Sebamed Bike Day)

Das Rennen selbst verlief eigentlich ganz gut. Richtig lange bergauf geht es die ersten 11km, danach kommen immer wieder kürzere Steigungen aber das ist weniger selektiv. Die ersten 5km konnte ich mich in einer Gruppe fest beißen und das Tempo widererwarten gut mitgehen. In einem kurzen bergab Stück hörte ich Luftverlust und wollte kein Risiko eingehen und hielt an, anstatt das Tempo mit in den Berg zu nehmen. Blöd, denn das Rauschen war die Startnummer und die Gruppe weg. Ich reihte mich dann in die nächste Verfolgergruppe ein. Wir waren nicht stark genug, um die große Gruppe zu erreichen. Auf dem welligen Höhenpfad konnte ich mich dann absetzen und konnte immer wieder das ca. eine Minute entfernte Grüppchen sehen. Doch alleine im Wind kam ich nicht wirklich näher und wenn, dann tat es so weh, dass die Gruppe danach wieder direkt weg war. Blödes Spiel sage ich euch!

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Richtig Spaß haben die feinen Wiesentals gemacht, hier läuft das Cannondale einfach unvergleichlich. Neben Wiesentals gab es viele Waldpfade und Serpentinen beim bergauf fahren, das mag ich ja besonders. In der zweiten Rennstunde hatte ich richtig viel Spaß in der Verfolgung, wenn diese auch nicht wirklich von Erfolg gekrönt war. Kurz vor den letzten beiden Anstiegen hatte ich dann drei Fahrer eingeholt und wir gingen gemeinsam in den Anstieg. Nun, die Kraft fehlte völlig und ich kroch den zweiten Berg nur noch hoch. Allerdings hatte ich nach hinten auch keinen Druck und konnte am Ende dann meine Top 100 Platzierung halten. Und das, obwohl das Starterfeld durch die Rheinland Pfalz Meisterschaft sehr stark besetzt war.

Genauso wie 2011 (damals genauso wie ich auf der Mittelstrecke) stand im Übrigen auch Udo Bölts (Vaude Racing Team) am Start. Ich habe ihn wieder nicht geschlagen aber mit knapp 30min Rückstand auf 30km kann ich leben. Einen Langstrecken Marathon in unter drei Stunden zu beenden ist dafür auf der einen Seite ein tolles Ergebnis auf der anderen Seite dann doch ein bisschen zu wenig Leiden. Vielleicht kommt ja 2015 eine 80km Strecke. Das wäre doch was!