Während vorne Stiebjohann (Team Bulls) den Sprint der Profis auf der ersten Etappe der Trans Zollernalb im Stadtzentrum von Balingen nach 1:55 Stunden gewann, kämpfte ich noch im Hauptfeld um eine gute Ausgangsposition in der Hobbyklasse.

Bei sonnigen 24 Grad versammelten sich rund 500 Mountainbiker in Bad Imnau zum Start der Trans Zollernalb. 59km und 1100hm standen auf dem Programm.

Über Nacht wurde die Strecke ordentlich aufgeweicht, so dass im Briefing auch auf die teils sehr rutschigen Verhältnisse hingewiesen wurde. Dies sollte sich gerade im letzten Drittel auszahlen.

Um 14 Uhr ging es dann los. Die ersten aufsteigenden Kilometer liegen gut, ich musste nicht in den roten Bereich und hielt mich wacker in eine der vorderen Gruppen. Erst nach 11km in der – gefühlt – längsten Steigung der Etappe wurde die Gruppe gesprengt und ich fiel etwas zurück. Es tat dann jetzt auch ordentlich weh, denn die kurzen Rampen wurden meistens im Wiegetritt hochgedrückt.

Nach 16km setzte Regen ein, gerade in der Abfahrt gar nicht so gut. Aber wir fuhren behutsam. Bis nach Bickelsberg (Depot 2, km31) wurde es dennoch eine Tortour. Aber irgendwie Biss ich mich in einer vierer Gruppe fest und erreichte Bickelsberg unter 1:20h, ich war also schneller als letztes Jahr.

IMG_6046.JPGKm31, Depot 2 in Bickelsberg.

Von jetzt wurde das Tempo aber noch einmal deutlich erhöht. Waren doch bereits 2/3 Drittel der Steigungsmeter absolviert. Ich profitierte zwei Mal von den Fehlern der Anderen, denn auf der rutschigen Straße musste man dosiert in Kehren antreten, wenn man auf der Straße bleiben wollte bzw. dosiert Kurven anbremsen. In der hektischen Schlussphase verkleinerte sich unsere etwas angewachsene Gruppe dadurch wieder auf drei Fahrer.

Ich bog als letzter in den letzten Wiesenabschnitt, Vorteil denn ich erwischte die trockenste Linie und fuhr als erster aus dem Gelände in die Stadt. Der kurvenreiche Parcours bot wenig Überholmöglichkeiten und so konnte ich mich gegen die Mitstreiter knapp nach 2:29h durchsetzen.

1 Minute schneller als im letzten Jahr und das, obwohl die Witterungsverhältnisse wesentlich schlechter waren. Am Ende reichte es für Platz 77 (AK27) und ich gehe mit 7 Minuten Vorsprung auf eine Top100 Platzierung in die zweite Etappe. Beruhigend irgendwie, wo ich doch um die morgigen Schwierigkeiten Bescheid weiß. Über 80km und 2300hm warten auf der Königsetappe. Regen gibt’s gratis dazu.