Haste nicht Bock auf Transalp? So ähnlich aber in jedem Fall so direkt hatte ich die Frage von Tim in meinem Postfach. Zum ersten Mal 2013 nach meiner geglückten Premiere als Etappenrennfahrer bei der Trans Zollernalb.

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Transalp, ich? 600km statt 240km? 20.000 Höhenmeter statt schlappe 5000? Noch längere Anstiege, obwohl ich doch schon im Sauerland meine Probleme habe?

Abgelehnt hatte ich nicht, zugesagt auch nicht. Und 2014 war zu früh, so viel stand fest. Erst sollte mit der BIKE Four Peaks, dem Nachfolger der Trans Germany, ein weiteres Etappenexperiment stattfinden. Immerhin hatte Tim bereits zwei Trans Germany Teilnahmen (2011, 2012) auf seinem Konto und fährt seit jeher Marathon Rennen auf der Langdistanz, während ich gerade die ersten Erfahrungen auf Mittel- und Langdistanz sammelte. Lose behielten wir das Vorhaben im Hinterkopf.

Foto 1-3, Tim bei der Trans Germany 2012. Foto 4, Daniel und Tim bei Rund um Köln 2014.

Tim und ich kennen uns schon einige Jahren über Twitter, nach kurzem Meet&Greet beim Bilstein Marathon 2012 blieben wir lose in Kontakt. Es dauerte aber bis 2014, ehe sich der Kontakt intensivierte und wir mit Rund um Köln und ein paar Touren als Vorbereitung für meine BIKE Four Peaks Fahrt gemeinsam im Sattel saßen. Seit dem zeichnete sich auch immer mehr meine Teilnahme am bekanntesten Etappenrennen in Europa ab.


Als ich 2007 mit dem Mountainbiken am Weissensee in Kärnten, Zielort der diesjährigen BIKE Four Peaks, begonnen habe, hätte ich niemals eine Teilnahme an der Craft BIKE Transalp für möglich gehalten. Da wird doch unmenschliches geleistet, die sind doch alle viel zu krass.

Auch 2013 und 2014 konbte ich diesen Gedanken nicht vollends abschütteln, Tim versicherte mir aber das wir das Unternehmen packen können. Und in mir stieg der Wille es mir selbst zu beweisen.

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Im Herbst 2014 stellte ich dann mit meiner Trainerin Steffi (Pro Formance) die Weichen auf Transalp, weiterhin mit Fragezeichen. Jetzt musste ich auf Tim warten, durch einen Arbeitswechsel war nicht klar, ob er Urlaub für diesen Zeitraum bekäme. Bekam er und wir waren wohl mit die Ersten, die angemeldet waren.

Heute weiß ich, Tim und ich können es schaffen. Aber vor uns liegen Himmel und Hölle und es wird eine Tortour mit Höhen und Tiefen, mit Leid, Schmerz, körperlichen und psychischen Grenzerfahrungen aber auch einer Menge Spaß, Panorama Aussichten, spontanen Eindrücken und Momente, die unvergessen bleiben werden. 624km und fast 20.000hm über die Alpen im Renntempo eben.

Jetzt bin ich angemeldet bei Europas härtesten Rennen über die Alpen und freue mich drauf! Jetzt schleppe ich aber auch 30kg weniger Ballast mit mir rum als bei meinem Anfängen 2007 und kann dem bergauf fahren auch hin und wieder Spaß abgewinnen.

Und in knapp vier Monaten ist es dann soweit: Coffee & Chainrings meets the alps.