Die Hölle von Groesbeek hat ihren Namen verdient. Das Mountainbike Rennen durch Gelderland bot viel Abwechslung auf einem technisch sehr fordernden Rundkurs, in dem höchstens die Berge fehlten. Der Rundkurs musste für die 1.000 Teilnehmer bis zu drei Mal umrundet werden, spätestens da fehlten auch keine Berge, denn die Summe der vielen kleinen Rampen sorgte für ordentlich brennende Beine.

Daniel und Tim starteten bei der Hel van Groesbeek auf der Langdistanz in die Lange Mountainbike Saison mit dem Höhepunkt Craft BIKE Transalp im Sommer. Kräfte gut einteilen und am Afang nicht gleich überziehen, im Rennen dann schauen wie es gemeinsam läuft. Gemeinsam lief nicht so gut, Tims Beine wollten nach seiner Grippe noch nicht und Daniels Beine liefen überraschend rund, dafür das die Muskelverhärtung aus der Wade nicht völlig auskuriert ist.

Noch in der ersten Runde entschieden sich die beiden deswegen dafür, die gemeinsame Taktik über Bord zu werfen und Daniel enteilte mit dem Versuch im Kampf um eine vordere Platzierung in der SFORZ Rose Marathon Cup Gesamtwertung noch etwas an Boden gut zu machen.

Der Kurs selbst war ein Schmuckstück, ein Großteil bestand aus Singletrails mit steilen Rampen und verblockten Downhills. Überholen nicht immer einfach und in den wenig ruhigeren Phasen war Windschatten angesagt, der teils recht starke Wind sorgte sonst schnell für ordentliche Löcher zwischen den Gruppen.

Foto: Anton de Wolff


Nach der ersten Runde befand sich Daniel ca. an Position 200, in der zweiten Runde lief es dann mit einer harmonierenden Gruppe sehr gut und die Durchgangszeit von 1:46h (36km) ließ sich gut sehen. In der zweiten Runde konnte er sich auf ca. 140-150 verbessern, leider bog besagte Gruppe am Ende der Runde rechts ins Ziel ab…

Auf den ersten 3km Schloss ein weiterer Fahrer auf, der aber das Hinterrad nicht verlassen wollte. Von hinten schlossen zwei weitere Gruppen auf, die mit einem Abstand von 30-40 Sekunden nicht wirklich näher kamen und nicht wirklich abreißen ließen.

Und dann, bei km85, verschwanden die Kräfte, Fehler schlichen sich ein und als zum allen Überfluss noch die Kette verklemmte waren binnen Sekunden zwei Gruppen vorbei. Und die Kraft fehlte heran zu fahren bzw. dann Tempoverschärfungen der Gruppe mitzugehen.

Erst auf den letzten 3km im „langen Schlußanstieg“ konnte Daniel das Loch zu fahren und noch fünf Positionen zurück holen. Am Ende langte es nach langen 5:43h (109km, 1650hm) für den Gesamtrang 185 von 450 Startern auf der Langdistanz Premiere.

Wie bereits erwähnt lief es für Tim dagegen nicht ganz so gut. Mit Mühen kämpfte er sich durch die zweite Runde und beendete das Rennen dann nach 4:05h immerhin als 339.

Der Blick ist nach vorne gerichtet, bereits nächste Woche gibt es für beide Fahrer beim SKS Kellerwald Bike Marathon (80km, 2000hm) die nächste Chance sich mit dem Peloton zu messen.