Mit dem heutigen Tag beginnt die Vorbereitung auf das nächste Rennen; Mittelstrecke über 80km (2000hm) beim SKS Kellerwald Bike Marathon. Seit 18 Jahren ist der Frühjahrsklassiker in Nordhessen eines der größten und bekanntesten Saisonopenings Deutschlands.

#Tapering bedeutet auch Fokussierung auf den kommenden Wettkampf, die Anreise muss geplant und das Equipment bereit sein. Die kommenden Tage sind abseits des Trainings durchgeplant, dank der Elternzeit mit viel Frei- und Babyzeit.

Ernährungstechnisch beginnt heute auch die Vorbereitung auf das Rennen. Der grüne Smoothie wurde um ein zweites Frühstück vor dem Training am Mittag ergänzt; Porridge mit Proteinflakes und Apfel-Zimt-Himbeeren Topping. Yummi und ein prima Energielieferant.

Vor dem ersten Frühstück war natürlich dehnen angesagt. Meine Beine waren wesentlich weniger frisch als erhofft, aber die HRV-Messung zeigte einen Anstieg. Ist halt so.

Das Training heute ist sowas wie die Schlüsseleinheit vor dem Wettkampf, kurz aber schmerzvoll. Schlüsseleinheiten fahr ich in der Regel immer mit dem Rennsetup, abgesehen von der Reifenwahl. War heute nicht anders. Aber ich fühlte mich schlaff und irgendwie fand ich keinen wirklichen Draht zu meinem geliebten Cannondale. Schlüsseleinheit hin und her. Es wollte nicht recht vom Gefühl.

imageDer Blick nach vorn. Fokus auf den Gipfel: Das Ziel vor Augen.


Die vier mal fünf Minuten Intervalle prügelte ich dann trotzdem durch. Wie langsam sich das anfühlt, wie ungeschmeidig. Letzte Woche war besser. Kopfkino eines Radsportlers mit der Erkenntnis: Traue niemals deinem Gefühl. Die Werte und Zeiten zeigen eine ganz gute Entwicklung. Schneller aber nicht so konstant wie letzte Woche, an der Konstanz arbeiten wir ja auch noch.

Solch kurze Intervalle fahre ich gerne immer am gleichen Ort, um meine Entwicklung besser nachzuvollziehen. Derzeit mag ich ja die Mauer von Millich gerne, erst steil dann schnell und zum Schluss nochmal richtig fies. Kann aber auf die Dauer auch sehr monoton werden.

Nach zwei Stunden war alles vorbei (kannst du bei Strava gucken). Ein wenig dehnen und mit den Schmerzen in den Beinen, den sich so lustig anfühlenden Muskelzuckungen im Garten relaxen.

Kurz nach dem Training gab es noch einen Recoveryshake aus Hanfprotein mit Obst und Salat. Und im Garten dann einen leckeren Rohkostteller mit Tahin-Hanföl-Dressing. Power reloaded quasi.

Jetzt gibt es gleich veganes Sushi für mich allerdings ohne Reis, dafür mit Blumenkohl. Den kann man prima zu einer Reismasse verarbeiten, Omniblend sei Dank. Carboloading steht ja erst ab Freitag auf dem Program.

Morgen wartet die letzte wirkliche Trainingseinheit vor dem Marathon auf mich. Freitag steht dann Packen im Vordergrund, denn wir werden bereits am Samstag nach Gilserberg anreisen. Dazu dann ab morgen mehr.