Eigentlich habe ich mich auf die RTF am vergangenen Sonntag als Abschluss meines zweiten Teamcamps @ home sehr gefreut. Zum einen Unterstützung für den lokalen Radsportverein, zum anderen wollte ich auf der 111km Neuland betreten und erstmals über die Maas nach Belgien fahren.

Aber es sollte anders kommen. Ich fand es schon etwas komisch, dass ich kaum Informationen über die RTF Dreiländerfahrt Diana Oberbruch gefunden habe. Abgesehen von dem Eintrag im Breitensport Kalender von Rad-net. Trotzdem machte ich mich um sieben Uhr auf den Weg nach Heinsberg, ungewohnt früh für eine RTF aber passte mir gut in den Tagesplan.

An der Hauptschule Oberbruch angekommen, fand ich die neuste bike&scan Technologie vor und war positiv überrascht. Allerdings wuchs gleichzeitig meine Skepsis, da bisher kaum andere Radsportler anwesend waren. Die Skepsis wandte sich mit der Anmeldung in eine kleine Enttäuschung, denn aufgrund einer defekten Fähre vielen die 35km in Belgien aus. Man wollte nicht die gleiche Brücke für die Runde benutzen, wahrscheinlich um irgendwelche Wertungspunktgeschichten zu vermeiden. Ärgerlich, denn damit war meine Motivation dahin. Der Hinweis, man könne ja die 40km Runde an die 70km Runde hängen, empfand ich auch als wenig entschädigend. Nun gut. Es sollte also nur eine Zweiländerfahrt werden.

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Die Strecke war bekannt und in der Form von mir schon häufiger gefahren. Die Ecke um Echt und Montfort in den Niederlanden ist schön zum fahren und bietet ein paar Wellen im Profil. Aufgrund einiger Beschilderungsfehler verließt ich bei Rosetten die Strecke und fuhr eine Zusatzschleife durch Visserwert (NL). Lohnt sich, ein wundervolles Dörfchen. Über Susteren ging es an der Selfkantseite dann zurück zum Start. 76km in 2:30h, ein 30kmh-Schnitt bei einer RTF klingt erst einmal nach wenig, allerdings fehlte mir auch vom Anfang bis Ende Mitstreiter für meine Tempofahrt. So blieb ich größtenteils alleine und meine wenigen Begleiter nutzen lieber meinen breiten Rücken zum Windschatten fahren. Nun gut.

Verpflegungsstellen habe ich ausgelassen und Stempel finde ich bei RTF Veranstaltungen für mich sowieso unnötig. Was interessieren mich schon Wertungspunkte. Was ich mich eher frage, warum Radsportvereine moderne Kommunikationskanäle nicht ausnutzen und für ihre Veranstaltungen werben? Und warum man nicht Startzeiten wählt, die insgesamt für ein jüngeres Publikum am Sonntag morgen ansprechender sind? Auch wenn es mir aufgrund von Folgeterminen in den Kram passte, finde ich ein Zeitfenster von 07.30 Uhr bis 10 Uhr am Sonntag morgen für unzureichend.