Genug gefreut. Jetzt geht’s an die Planung, denn ein Etappenrennen mitten in der heißen Vorbereitung auf die Transalp ist vor allem eines: ein enorm logistischer Aufwand.

Ich bin froh den Startplatz gewonnen zu haben, denn eigentlich habe ich bei aller Vorfreude auf die Transalp mit Wehmut die BIKE Four Peaks Beilage im BIKE Magazin durchgeblättert. Die Runde um den Weissensee bin ich bereits mehrfach gefahren, die Windische Höhe war einer meiner ersten Rennrad Anstiege… Soviel Verbundenheit. Glück gehabt? Oder stark genug dran geglaubt? Immerhin habe ich ja intuitiv Urlaub geplant.

Four Peaks 2015

Das mit dem Urlaub stimmt nur so halb. Eigentlich war die Woche als Trainingscamp #3 gedacht, kurz nach dem BIKE Festival in Willingen und Rund um Köln. Jetzt gibt es eben kein Trainingscamp #3 zu Hause, sondern Transalp Training unter Wettkampfbedingungen. IN DEN ALPEN ALTAH, um es mit Tims Worten zu sagen.

Während die BIKE Four Peaks letztes Jahr noch der Saison Höhepunkt dargestellt, quasi ein Meilenstein meiner Rennfahrer Geschichte, ist sie dieses Jahr gleichgestellt mit vier weiteren Veranstaltungen, die den letzten Block der Transalp Vorbereitungen ausmachen.

Rein sportlich möchte ich mein Ergebnis aus dem letzten Jahr natürlich verbessern, wenn die Strecken auch nicht mit einander vergleichbar sind. Bisher steht die Logistik im Vordergrund, ein Streckenvergleich folgt in der nächsten Woche.

Logistisch bedeutet die BIKE Four Peaks auch etwas Stress. Reisestress auf der einen Seite und zusammen mit dem BIKE Festival in Willingen und Rund um Köln ist die Woche auf der anderen Seite fast eine Belastung auf Transalp Niveau.


Freitag morgens beginnt unsere Reise ins Sauerland. Ein entspannter Tag beim BIKE Festival Willingen wartet, Tim hat mir das Event empfohlen und mit 123km und 3000hm hat die Strecke das Niveau einer Transalp Etappe. Bereits um 07:30 Uhr wird der Marathon am Samstag gestartet. Frühstück gibt’s am ersten Berg oder so. Nach der Zieleinfahrt beginnt unmittelbar die Vorbereitung auf Rund um Köln.

Wir ziehen von Willingen direkt weiter nach Köln und haben glücklicherweise ein Quartier direkt an der Start- und Ziellinie gebucht. Eigentlich nicht wirklich notwendig aber so sparen wir uns eine längere Heimfahrt und ich habe morgens keinen Fahrstress und wir müssen keinen Parkplatz suchen. Um 09.30 Uhr fällt dann in Köln der Startschuss, ebenfalls für über 130km. Danach geht’s dann aber nach Hause. Und ins Bett.

Nach dem Abendbrot wird dann das Auto umgepackt. Und in der Nacht wird die lange Strecke nach Österreich bewältigt. Ab Montag morgen heißt es dann ausruhen in Bad Kleinkirchheim. Inwieweit Zeit und Lust für aktive Regeneration ist, wird sich zeigen. Davon abhängig gestaltet sich auch die Vorbereitung am Dienstag. Zwei Tage Erholung dürften aber ausreichen, um dann am Mittwoch fit für den Start der BIKE Four Peaks zu sein.

Am Sonntag geht es dann nach einer Schwimmrinde im Weissensee heimwärts und am darauffolgenden Sonntag bieten die 94km des Einruhr MTB Marathons einen würdigen Abschluss einer ganzen Reihe von Radsport Highlights im Juni.

Juni Programm
07.06 Canyon Hunsrück MTB Marathon (80km/2000hm)
13.06 Rocky Mountain BIKE Marathon (123km/3500hm)
14.06 Skoda Velodom (135km)
17.06 BIKE Four Peaks 1. Etappe
18.06 BIKE Four Peaks 2. Etappe
19.06 BIKE Four Peaks 3. Etappe
20.06 BIKE Four Peaks 4. Etappe
28.06 Einruhr MTB Marathon (94km/2300hm)

Und drei Wochen später geht es los mit der Tortour über die Alpen. Ich glaube die Zeit habe ich bis dahin gut vertrieben.