Drei Wochen vor dem Start erfolgte gestern der letzte große Test für die Craft BIKE Transalp beim 6. MTB Marathon am Rursee, sogesehen Daniels Heimrennen im 75km entfernten Einruhr.

Sieben Tage nach dem Ende der BIKE Four Peaks spürte Daniel das Rennen noch erheblich in den Beinen, Tim hatte dafür einen unruhigen Magen. Ungünstige Voraussetzungen für ein Langstrecken Rennen über 95km mit 2400hm.

Anders als gewöhnlich startete das Duo bei strahlenden Sonnenschein in umgekehrter Position. Daniel erledigte die Führungsarbeit auf dem ersten Flachstück, damit Tim dann am Anstieg das Tempo vorgeben konnte.

Die Strecke machte bergauf wie bergab auf den ersten 15km richtig viel Spaß. Zahlreiche Trails, Serpentinen und schöne Abfahrten sorgten neben dem Wetter für gute Laune im Team und ließen kurzzeitig Schmerzen und Unsicherheiten vergessen.


In der Rennmitte mit viel Asphalt und Wirtschaftswegen und eher ebenen Streckenverlauf nahmen beide Fahrer das Tempo heraus, Pacing in der Ebene gehört eindeutig nicht zu ihren Stärken. Zum Glück sind die Alpen eher uneben.

Und während sie sich in einen Trott kurbelten und anfingen die zuvor gelobte Strecke anzuzweifeln machte sich ein Singletrail auf. Und was für einer, durch verschiedene Fahrlinien kamen beide Piloten sogar Rad an Rad aus dem Trail. Tim wählte die Bachdurchfahrt, Daniel die Brücke. Genial.

Anschließend wurde die Strecke wieder attraktiver und die beiden steilen Rampen vor der Ski-Wiese bei km30 konnte Daniel für eine Tempoverschärfung nutzen, die Tim folgen konnte. An der Ski-Wiese ging die gewählte Taktik super auf, während Daniel attackierte und oben bei der Verpflegung für Tim die Flasche füllte, konnte Tim seinen Rhytmus halten. Für die Helferdienste wurde Eis versprochen – halten wir das mal fest.

Danach folgte der Schlußanstieg und eine schöne Abfahrt mit Blick auf den Rursee, nach 2:25h erfolgte die Rundendurchfahrt. In der zweiten Runde fühlte sich das Tempo mehr schneckenhaft an, allerdings fehlten auf Runde 1 gerade einmal 10 Minuten.

Beide Fahrer konnten ihre Leistung konstant abrufen, wenn auch Tim mit einer kleinen Krise zu kämpfen hatte. Hier zeigte sich die Erfahrung aus den letzten Vorbereitungsrennen und mit Ruhe und Gelassenheit wurde diese auch überwunden.

Impressionen aus Einruhr.

Auf den letzten 15km war man Teil einer 5er Gruppe, die sich im hohen Tempo belauerte. Zwei der Herren attackierten immer wieder, doch auch hier behielten unsere Fahrer die Ruhe. Im letzten Anstieg kontrollierte Daniel das Tempo und Tim konnte vor der Abfahrt und dem letzten Flachstück durchatmen, so dass sie zu dritt auf den letzten Kilometer abbogen. Im Schlußsprint passte dann auch alles, wenn auch Tim die Position hinter Daniel verlor. Beide Fahrer waren im Zeitfenster zusammen.

Im Hinblick auf die Transalp wurde das Rennen heute super genutztes beide Fahrer gehen mental gestärkt in die zwei Wochen Tapering vor dem großen Höhepunkt.

Nach 5:01h war das Rennen heute zu Ende, am Ende reichte es für Platz 90/92, AK 32/33 und nach Abzug aller Lizenz-Fahrer sogar für Platz 12/13 AK im sehr starken Langstreckenfeld.