72km, 2200hm zu Kärntens schönstem Bergsee standen zum Finale der BIKE Four Peaks auf dem Programm. Am Ende erreichte ich genau meine Zielzeit von vier Stunden und beende die BIKE Four Peaks als 141. AK / 255. Gesamt zum zweiten Mal in Folge.

Four Peaks 2015

Am Ende ärgere ich mich ein bißchen über mich selbst, dass ich bei km36 im knackigen Anstieg von Techendorf hinauf zum Weißensee nicht mehr investiert habe, denn meine Mitfahrer der letzten Tage setzten sich entscheidend ab und so verpasste ich um exakt zwei Minuten Rang 250, den sich der verrückte Däne aus der ersten Etappe heute verdient zurück erobert hat. Starke Leistung.

Ansonsten bin ich total happy, zufrieden und begeistert. Die BIKE Four Peaks haben mir alles abverlangt und ich konnte in diesem Jahr wirklich eine starke Leistung abrufen. Ein Fazit kommt in der nächsten Woche, die heutige Etappe hat genug zu erzählen.

image


Ich habe heute etwas geschafft, dass ich nie wieder schaffen werde. Ich habe Christoph Sauser nach 16km im Rennen überholt. Krasse Sache. Er musste mal und in Anbetracht der neutralisierten Startphase von 22km auch nur eine kleine Randgeschichte.

Die 22km neutralisiert verliefen wie immer. Mitrollen, abbremsen, Gas geben, mitrollen. Repeat. Umso stärker wurde das Tempo hinauf über die alte Kreuzbergstraße angezogen, was ich mitgehen konnte. Hinauf zum Tschabitscher ebenso. Im Enduro Abschnitt stürzte ein Fahrer vor mir eine Böschung herab, wir halfen ihm hoch und verloren den Abschluß, so dass ich im steilen Anstieg nach Techendorf meine Gruppe verloren habe.

Der Enduro Abschnitt heute war extrem schön, viel bergauf und total viele flowige Kurven. Und 2km Forststraße, aber das lässt sich manchmalnicht verhindern.

Nach dem Anstieg zum Panorama Weg ging es immer wieder hoch und runter, ich konnte den Abstand immer bis auf 50m zu fahren, durch das nächste bergab Stück waren sie wieder weg. Am Ostufer verpasste ich eine Rechtskurve und musste das Steilstück hochschieben. Ärgerlich. Bis zur Bodenalm musste ich dann alleine fahren, eine wenig selektive Steigung und in der Gruppe einfacher zu fahren. Im Dauerregen zerrte der Anstieg auch mental. Irgendwie hatte ich den Anstieg damals steiler in Erinnerung, insbesondere das letzte Stück. Es gab kein letztes Stück… Die Abfahrt nach Naggl war schlimm, so nass und kalt nach 3:20h und dann noch 4km mit 350hm zum Schluß. Die liefen ganz ordentlich und in der Abfahrt, eine der tollsten der vier Tage über die Skiwiese mit tollen Kurven und ordentlich Gefälle, ließ ich es behutsam angehen und war exakt nach 4h im Ziel. In der Tageswertung 146. AK und 271 Gesamt mit 90 Sekunden Rückstand auf die Top 250. insgesamt ein hervorragender 141. Platz in der Elite MEN Klasse.

Etwas schade finde ich, dass ausgerechnet am Weißensee die Organisation nicht stimmte. Drei Duschen für die völlig durchgefrorenes Fahrerfeld mit kaltem Wasser. Und wir waren gerade mal das erste Drittel. Keine vegane Zielverpflegung, nicht einmal zu kaufen. Sehr schade, da haben die Etappenorte zuvor besser gearbeitet und uns auch kulinarisch bestens versorgt. Dafür stimmte einfach die Umgebung, der See und der Himmel lockerte auf.