Alter, ich könnte seit gestern pausenlos wie ein Hüpfmännchen auf und niederspringen und dabei die Hände in die Luft reißen. Was 2006 unrealistisch und niemals möglich erschein, wird in zwei Tagen wahr. Einmal kurz kneifen… Kein Traum. Ich starte bei der Transalp.

Zwei Tage vor dem Start realisiere ich erst einmal, was ich erreicht habe. Auch wenn ich außer der Teilnahme noch nichts erreicht habe. Aber wenn wir nicht stürzen oder einen unüberwindbaren Defekt haben, dann sollten wir in neun Tagen Riva erreichen. Daran Zweifel ich nicht mehr. Ob wir auch sportlich unsere Ziele erreichen werden, dass bleibt offen und das wird sich auch erst nach der fünften Etappe zeigen. Aber wir geben alles, was in uns steckt.

Die Vorfreude bezieht sich aber nicht nur auf die sportliche Herausforderung. Alleine das Alpenpanorama hier in Ruhpolding ist schon ein Hochgenuss. Hinzu die Atmosphäre im Team, die Mischung auf Fokussierung und Erholung, das Wetter. Es ist schöööööön.

Blick auf die Kirche St. Georg in Ruhpolding

Blick auf die Kirche St. Georg in Ruhpolding

Was steht heute an?

Klamotten umpacken. Alles aus der großen Tasche auspacken und in viele kleine Beutel verpacken. Trikot, Hose, Socken, Unterhemd. Dazu Beinlinge, Armlinge und Regenjacken im Auto so deponieren, dass Jenni diese gut finden kann. Damit wäre sichergestellt, dass 80% des Gepäcks bei jeder Etappe im Auto bleiben kann.

Und dann muss ich mir noch was einfallen lassen, wie ich das mobile Kochstudio so verpacke, dass es einfacher zu handeln ist. Gerade sorgt das Kochstudio für das größte Chaos. Seht selbst. Einblicke aus dem MTB-Peloton, die man sonst nicht so einfach erhält. :-)

Die große Sporttasche mit der Transalp Bekleidung. Daneben das mobile Kochstudio.

Die große Sporttasche mit der Transalp Bekleidung. Daneben das mobile Kochstudio.

Nach dem Frühstück schauen Tim und ich uns die erste Etappe an, also die ersten Kilometer bis zur ersten Alm, noch einmal die Beine etwas länger bewegen. Und danach geht es ins Kaffeehaus; eine tolle Sache im Übrigen. Ruhpolding hat extra für Coffee & Chainrings ein Kaffeehaus gebaut. Direkt am Bahnhof, nicht zu übersehen.