Und auf einmal war die rot-weiße Fahne und alle waren Sieger. Gulbergen24-uurs bedeuteten für mich als Solostarter 24 Stunden schlaflos im Sattel. Und es ist mir geglückt mit Höhen aber auch Tiefen. Ein Erlebnisbericht. Teil 1: Het Parcours

Wie fasst man ein 24h Rennen in einem Erlebnisbericht zusammen? Ich habe lange überlegt und ich glaube eine Chronologie der Ereignisse ist am Einfachsten. Allerdings möchte ich dem voran ein paar Worte über die Strecke verlieren, damit man im Folgenden die Ereignisse ein wenig besser einordnen kann.

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Het parcours Gulbergen24-uurs. 8km, 75hm
Die Runde begann mit einer Festzeltdurchfahrt, einer matschigen Kurvenkombination und führte dann direkt hinauf zum Dak van Brabant, insgesamt 1km hoch mit einer flachen Passage in der Mitte. Anschließend folgte ein 500m länger Downhill mit sechs Anliegerkurven – ein beiden Spaß in jeder Runde.

Ein steiler Gegenanstieg mit Schotterabfahrt führte an den Teamzelten vorbei, mein eigenes Fahrerlager befand ich am Ende dieser Straße, 350m später folgte eine enge Kurvenkombination mit der Überfahrt über den Eindhoven Kanal.

Und schon war es flach. Flach aber nie anspruchslos. Die nächsten 13 Minuten (im weiteren Verlauf bis zu 20 Minuten) mussten beide Hände am Lenker festgehalten werden, um die Wellen, engen Kurven und Trails Herr zu werden.

Nach einer 50m kürzen Erholungsstraße ging es direkt in den zweiten Trail, der zu Beginn leicht ansteigend und dann mit Vollgas zum See führte. Eine kurze Steilkante (22% steil, 2m lang) sorgte immer mehr für Schmerzen. Um den See am Sandstrand entlang, hier kam Cyclocross Atmosphäre auf, zumal viele Zuschauer hier für ordentlich Stimmung sorgten.

Um den zweiten See folgte ein wurzeliger Trail, der den Körper gut durchschüttelte, dafür gab es dann um den Camping Platz eine kurze Erholungsphase mit netten Gesprächen von Camper zu Radfahrer bis tief in die Nacht.

Zwei weitere Trails läuteten das Finale einer jeder Runde ein. Auch hier dominierten enge Kurven und Minihügel, ehe es über die Kanalbrücke zurück auf das Eventgelände ging. Die matschige Wiese zog einem immer ordentlich den Tank leer, zur Belohnung dann Wärme, Musik und gute Laune im Partyzelt.

Eine tolle Runde, trotz fehlender Höhenmeter kam richtiges Mountainbike Feeling auf. Persönlich kam ich mit dem Stück im Wald und den vielen Trails überhaupt nicht zu Recht, das auf Rhtymus ausgelegte System Daniel wollte hier nicht funktionieren, was zwar den Spaß nicht minderte aber gute 30 Runden dauerte, ehe in den Trails an richtigen Stellen riskiert werden konnte.

Der Dak van Brabant wiederum kam mir entgegen. Auch in meiner schwächsten Phase habe ich hier relativ wenig Zeit verloren und sowohl am Anfang als auch am Ende des Rennens passable Zeiten abgelegt. Besonders viel Spaß hat der Downhill mit seinen sechs Serpentinen gemacht.

Im zweiten Teil meines Erlebnisberichts steht dann mein persönliches Rennen im Vordergrund.