Mythos P-Weg Marathon. Schon so häufig gelobt für Stimmung und Atmosphäre, dass ich gestern mir die Veranstaltung selbst ansehen musste. Und der P-Weg wird seinem Mythis gerecht, sei es durch die Kuh (da hab ich wohl geschielt, Danke Jule) Ziege Paulina, witzige Streckenideen oder einfach durch die Massen an Zuschauer und die allgemeine Heiterkeit.

Bereits zum elften Mal fand das P-Weg Wochenende statt, neben den Mountainbike Marathon über drei Distanzen, gibt es auch einen Läuferwettbewerb und Wanderstrecken am Samstag sowie einen Nightrun von Samstag auf Sonntag. Die Hütte brennt an diesem Wochenende in Plettenberg und die Gastgeber geben sich alle Mühe die Sportler auf allen Ebenen zufrieden zustellen.

Sei es durch ihre liebenswerte und freundliche Art und Weise, tollen Streckenfeatures oder einfach weil die ganze Stadt gefühlt an der Strecke steht und alle TeilnehmerInnen anfeuert.

Die sieben oder waren es sogar acht Verpflegungsstellen waren reichlich, für mich viel zu viel aber zeigen mit welcher Leidenschaft die Plettenberger ihre Veranstaltung betreiben, zum Teil gab es an den Verpflegungsstellen gleich jeweills zwei Stationen Getränke und Bananen. Der helle Wahnsinn.

Bereits nach dem Start stieg das Stimmungsbarometer, denn ein Riesen Feuerwerk begleitete uns Langstreckler hinauf in den ersten asphaltierten Anstieg. Oben wartete die Kuh Ziege Paulina und Hunderte Zuschauer auf das Fahrerfeld und das am Sonntag morgen um kurz nach neun Uhr bei acht Grad und Nieselregen.

Es folgte ein längerer Anstieg, der mir gut entgegenkam und ich konnte mich in einer der Verfolgergruppen positionieren. Nach der ersten schnellen Abfahrt folgte ein Flachstück, begleitet durch einen Fluss. Damit dies nicht ganz so langweilig wird, gab es einen kurzen Besuch im örtlichen Schwimmbad, eine Schwimmbeckenüberfahrung inklusive. Eine nette Idee.


Nach der Streckenteilung wurde die Strecke zunehmend fordernder, die obligatorische Laufpassagen war ebenfalls eingebaut und gehört spätestens seit der Craft BIKE Transalp sowieso in jeden vernünftigen Maratahon :-)

Der aufgeweichte Boden war Kräfte zehrend und im Mittelteil musste ich dem hohen Tempo zu Beginn Tribut zollen und es fehlte mir am Power, um auf dem matschigen Boden vorwärts zu kommen. In der Rennmitte fehlte es irgendwie auch an Highlights, leider konnte die Ulramarathonstrecke mit ihrer Charakteristik nicht überzeugen. Mir fehlten dann doch ein paar mehr Trails, wobei im Vergleich zu anderen Sauerland Marathons die Strecke etwas anspruchsvoller ist.

Um km70 zog sich der Weg entlang eines Höhenwegs und ab dort kam ich wieder besser in Tritt. Die beiden Extraschleifen für die Ultrastrecke waren unspektakulär und dienten lediglich dazu die Strecke zu verlängern.

Zum Ende des Rennens gab es dann nochmal reichlich Spaß, leiden und quälen im Up- und Downhill. Zwei giftige Schlussanstiege über jeweils 100hm ließen die Beine brennen, im abschließenden Saley Trail war dann Trailsurfing angesagt inkl. toller Spitzkehren. Sicherlich das Highlight der Strecke.

Wobei die Atmosphäre der Zieleinfahrt auch für einen Gänsehaut Moment gesorgt hat. Die komplett abgesperrte Strecke in der Innenstadt war gut besucht und nach der Zieleinfahrt gab es persönliche Gratulationen des P-Weg Teams. Das finde ich sehr schön und zollt Resspekt gegenüber den Sportlern und verleiht der Veranstaltung einen familiären Touch.

Quelle: Best of Gallery Sportograf

In Plettenberg ist ordentlich was los und man bekommt viel geboten. Den P-Weg Marathon sollte man als passionierter Mountainbiker miterlebt haben. Quelle: Best of Gallery Sportograf

Mit dem Rennverlauf bin ich weniger zufrieden, sowohl bergauf als auch bergab lief es semigut, trotzdem beendete ich das Rennen überraschend gut nach 5:13h, erreichte trotz Schlammschlacht mein Zeitziel und platzierte mich als 13. knapp hinter den Top10 der Senioren. Insgesamt reichte es für eine Top 50 Platzierung. Ein Grund zur Freudend Optimismus für den Vulkanbike Marathon am kommenden Samstag.