Geschafft. Die ersten drei Wochen Vorbereitung liegen hinter mir und trotz aller Trainingsmotivation freue ich mich auf eine Woche mit geringerer Belastung, obwohl ich am liebsten gleich morgen wieder voll durchstarten möchte.

Muskulär müde und mental fit lautet mein Fazit nach drei Wochen Saisonvorbereitung. Der Körper ruft nach Ruhe und der Geist verlangt nach mehr Training, ein gutes Zeichen für eine optimale Trainingsbelastung. Nicht zuviel, dass man die Lüst verliert aber trotzdem genug, um sich – zumindest körperlich – auf Erholung zu freuen.

Was gab es in dieser Woche an Highlights? Wo habe ich Fortschritte gemacht und was fiel besonders schwer? Selbsterklärende Fragen aber die Antworten sind ungewöhnlich.

Die leichteste Trainingseinheit war die Schwerste
Während es vergangene Woche an der Intervallpyramide harkte, kam ich in dieser Woche damit ganz gut zu Recht. Ebenso zufriedenstellend war meine Leistung kurze Zeit später im Studio, Krafttraining mit Throsten und weitere Fortschritte bei der Kniebeuge und im Kreuzheben. Außerdem gab es knallharte HIT Intervalle mit Sprungkrafttraining am Ende des ersten Teils des Krafttrainings. Burning hard!

Aber all der Schweiß und die Anstrengung viel mir relativ leicht. Dagegen war die Einheit am Montag einfach nur ein Graul.


Es liest sich so einfach im Trainingsplan: 90min Rad locker, Puls bis 129. Aber die Einheit war einfach nur extrem zäh und trotz der niedrigen Intensität extrem anstrengend.

Aufgrund von Regen und Sturm fand das ganze auf der Rolle statt und weil ich mich so mies gefühlt habe, bin ich sogar nur dem kleinen Kettenblatt gefahren. Und totzdem gab es weder einen Rhythmus noch eine ordentliche Kadenz, die der geringen Anstrengung angepasst wäre.

105 Watt Leistung und ein Durchschnittsplus von 108 zeigen, dass ich die Trainingsanforderungen gut gemeistert habe, allerdings fühlte sich die Einheit mehr als ein Stresscode von 25 an.

Am Dienstag habe ich dann aber die Vorteile der aktiven Regeneration vom Vortag gemerkt, denn die schwere Intervallpyramide fiel mir leicht. Alle fünf Intervalle könnte ich gut durchhalten und mich in den Leistungen um einige Watt zur letzten Woche verbessern.

Am Mittwoch gab es wie schon gewohnt einen trainingsfreien Tag, der Donnerstag begann mit einem nüchternen Trainingslauf und später ging es erneut in den Kraftraum.

Am Freitag und Samstag stand das Radtraining im Fokus. Am Freitag nutzte ich das schöne aber kalte Wetter zu einer Outdoor Einheit und habe das Wetter draußen total genossen. Danke an dieser Stelle an Jens Lang für die Motivation dafür.

Eigentlich hätte ich am Samstag gerne das tolle Wetter erneut genossen aber leider habe ich bei meiner Schuhsäuberungsaktion am Freitag Abend die Trockenzeit nicht mit einkalkuliert und so waren meine Winterradschuhe leider nicht trocken. Jammern kann man viel, hilft aber nichts.

Ab auf die stille Treppe für Radsportler, wie es Teamkollege Markus liebevoll nannte. Es wurden nicht ganz die anberaumten vier Stunden aber 3:40h auf der Rolle sind schon ganz ok. Gran Fondo 11 wurde also auf der Rolle erledigt. Dabei gab es neben Musik hören auch die zweite Folge von Weinberg und später die zweite Liga Konferenz. Gegen den Schweißverlust habe ich mit satten fünf Flaschen Flüssigkeit nachgeholfen.

Abends ging es dann noch ins Studio zum Oberkörper Training. Hier fehlt mir einfach das Konzept, denn im Gegensatz zum Beinkrafttraining fehlt es hier an Motivation und Übungsvielfalt.

Das Highlight zum Schluß
Ich in selbst noch perplex. Aber das Highlight der Woche war in der Tat der heutige Dauerlauf. 60, 70, 80 Minuten: Eine solide Steigerung in der Laufzeit in den vergangenen drei Wochen. Aber während in den ersten beiden Trainingswochen das letzte Drittel der Läufe sehr schwerfällig verlief, habe ich mich heute bis zum Ende wie auf Wolken gefühlt.

Die erste halbe Stunde war fast gar nicht belastend und fühlte sich super an, danach wurde es etwas schwerer aber zu keinem Zeitpunkt hatte der Lauf eine Anstrengung wie in den vergangenen Wochen.

Es war knackig kalt mit ein bißchen Schneeregen aber das Wetter ermutigte zum Weiterlaufen. Ich mag das kräftige hellblau am Himmel.