Doppelte Trainingseinheiten gehören zum Stanard Repertoire meines aktuellen Trainingsplans. Ebenso am Samstag, jedoch war meine Vorbereitung nicht toll und die Planung auch schlecht durchdacht, obwohl sie eigentlich gut gemeint war.

Auf dem Plan stand eine vier stündige Trainingsfahrt auf dem Rad und Krafttraining Oberkörper. Soweit, so ähnlich in der vergangenen Woche, bloß das hier die Laufeinheit mit dem Krafttraining gekoppelt war bzw. die kürzere (dafür intensivere) Radeinheiten am Dienstag.

Ich überlege mir immer bereits am Abend vorher (spätestens!) den ungefähren Ablauf der Trainings, was die konkreten Uhrzeiten anbelangt, wobei ich eigentlich sowieso bevorzugte feste Trainingszeiten habe.

Ich wollte in Ruhe frühstücken und dann zur Sophienhöhe mit dem Auto aufbrechen, um dort etwas windgeschützter Bergausdauer zu trainieren. Im Auto Mittagessen und dann direkt ins Studio zum Krafttraining. So habe ich am meisten Familienzeit gewonnen. Ja und nein, wie sich herausstellte. Denn ich habe mehrere Planungsfehler begannen.


Zum einen erforderte die lange Zeit außer Haus, dass ich bereits vor dem Frühstück in Stress geriet. Denn die Recovery Getränke wollten genauso zubereitet werden, wie das Frühstück und der Mittagssnack. Ich beschlagnahmte also drei Herdplatten (der Kaffee sollte nicht unerwähnt bleiben) und den Mixer für eine halbe Stunde.

Außerdem musste ich ja quasi wie bei einem Rennen meine Sachen packen. Zu allem Überfluss hatte ich „verschlafen“ und war erst gegen sieben Uhr auf (anstatt um sechs Uhr), so dass ich dann um acht Uhr mein Frühstück mit Zeitdruck statt Entspannung zu mir nehmen musste.

Ein Split der Trainings hätte weniger Stress bedeutet, denn mit dem Recovery Shake wäre ich gut nach Hause gekommen und hätte dann Zeit für ein Mittagessen gehabt.

Das Training verlief ganz passabel, meine Leistung am Berg im Verhältnis zum Pulsbereich ist kein Grund zur überschwänglichen Freude aber es hätte schlimmer sein können. Zumal 1200hm mit sechs Steigungen eine gute Herausforderung war.

Nur 45′ nach dem Radtraining war ich im Studio angekommen und es war von Anfang an desolat. Meine Füße waren noch bis zur Mitte des Trainings kalt, ihr kennt den Laufstil mit kaltem Füßen? Irgendwie dumpf. Außerdem war ich kein Stück regeneriert und musste meine Gewichte extrem reduzieren, stellenweise um knapp 40%. Außerdem war ich nicht in der Lage nur annähernd konstant in den Wiederholungen zu bleiben, ich war also platt.

Das ich außerdem zwei Übungen völlig vergessen habe, untermauert meine Hypthese, denn mental kann ich auch nicht auf der Höhe gewesen sein.

Erst nach Hause, Mittagessen, konzentrierte Familienzeit und dann noch einmal mit genügend Abstand und vollem Fokus in Studio scheint der bessere Plan für die kommenden Wochen zu sein. Anstatt von morgens 9 Uhr bis nachmittags 16:00 Uhr unterwegs zu sein.

Aus Fehlern lernt man.