Das Ride Magazin berichtet, dass die wegen Dopings überführte Yolande de Villiers lebenslang vom Cape Epic, einem der bekanntesten Mountainbike Etappenrennen weltweit, ausgeschlossen wird.

Was haltet ihr davon, dass die Cape Epic Veranstalter über das Strafmaß der UCI, die de Villiers für elf Monate sperrte, hinaus agiert? Möglich macht diese Sperre eine 2012 durchgeführte Regeländerung beim Cape Epic, die Doping während des Rennens mit einer lebenslangen Rennsperre ahndet.

Die Marathonspezialistin Yolande de Villiers wurde während des Absa-Cape-Epic 2015 des Dopings überführt. Neben der elfmonatigen Sperre von der UCI bekommt wird de Villiers lebenslang fürs Cape-Epic gesperrt. Die Regel die im Jahr 2012 in Kraft gesetzt wurde, greift nun erstmals. Ride Magazin

Auf der einen Seite begrüße ich diesen Schritt und sehe die Mountainbike Veranstalter in einer Vorreiterrolle, denn im Gegensatz zu der elfmonatigen Sperre ist ein Rennausschluss auf Lebenszeit natürlich nicht kompensierbar und schreckt damit – so auch die Hoffnung des Veranstalters – stärker ab. Aufgrund der Transparenz, die lebenslange Ausschluss bei Doping ist seit 2012 im Regelwerk verankert und jeder weiß worauf er sich einlässt, könnte man dies als Schritt in die richtige Richtung interpretieren.

Für mich persönlich bleibt aber auch ein moralisches Aber. Leistungssportler verdienen ihren Lebensunterhalt mit dem Sport und der Einsatz von Doping hat verschiedene Ursachen, vom übergroßen Ehrgeiz gewinnen zu wollen bis hin zur Existenzangst, weil man keinen neuen Vertrag bekommt. Ich bin mir daher nicht sicher, ob ein lebenslanger Ausschluss der richtige Weg ist oder ob nicht – zumindest – eine zweite Chance eingeräumt werden sollte.

Interessant bei der Geschichte ist in jedem Fall, dass Mountainbike Veranstalter hier eine Vorreiter Rolle einnehmen und damit aktiver im Kampf gegen Anti-Doping sind als die Pendants auf der Straße. Es wäre bestimmt auch für die Tour de France oder den Giro d’Italia möglich ihr Regelwerk dahingehend zu überarbeiten. Warum dies nicht gemacht wird, bietet ebenfalls viel Platz zur Spekulation.