Kelewele ist ein ghanaischer Imbiss aus Kochbananen und eine typische Beilage im Land. Die Kochbanane ist in vielen tropischen und subtropischen Regionen Amerikas, Afrikas und Asiens ein Grundnahrungsmittel ähnlich der Kartoffel in Deutschland. In der biologischen Wertigkeit schneidet die Kochbanane etwas besser ab und ist vor allem aufgrund des hohen Serotoningehalts ein richtiges Powerfood.

kaffeeklatsch

Iss dich glücklich

Neben der Walnuss gehört die Kochbanane zu den serotoninreichsten pflanzlichen Lebensmitteln (Tomaten, Kiwis, Pflaumen und Kakao haben ebenfalls einen hohen Gehalt an Serotonin). Serotonin ist als Stimmungsaufheller bekannt, es regelt die Spannung der Blutgefäße, hilft bei der Magen-Darm Tätigkeit und wirkt auf die Signalübertragung im Zentralnervensystem. Wichtig zu Wissen ist, dass Serotonin nicht die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann. Die aufgenommenen Kohlenhydrate bewirken eine vermehrte Produktion und Ausschüttung von Neurotransmittern im Gehirn, die u.a. zur Stimmungsverbesserung führen.

Herkunft der Kochbanane

Anders als bei der Dessertbanane liefert die Kochbanane fast 50% weniger Erträge, begründet wird dies durch die Subsistenzcharakter. Der Anbau geschieht auf Etagenplantagen und kommt meistens ohne Spritzmittel gegen Fressfeinde oder Krankheiten aus. Ökologisch klingt das prima. Jährlich werden 40 Millionen-Tonnen Kochbananen geerntet, mehr als ein Viertel in Uganda. Die 10 größten Anbauländer produzieren insgesamt über 80% der weltweiten Ernte, insgesamt wird die Kochbanane in über 50 Ländern auf einer Fläche von 5,5 Millionenhektar angebaut. In Uganda werden jährlich über 170kg Kochbananen pro Kopf gegessen.

Die Kochbanane erreicht unsere Märkte meistens in einem sehr rohen Zustand, so dass sich die Schale kaum von der Frucht lösen lässt. In einem dunklen Raum reift die Kochbanane recht gut nach und sobald die Schale sich beginnt bräunlich zu verfärben ist sie in der Küche gut verwendbar, verfärbt sich die Farbe gänzlich schwarz ist die Kochbanane auch roh genießbar.

Geschmack

Geschmacklich ist die Kochbanane der Dessertbanane verwand, sie ist weniger süß und dominant. In der Konsistenz ist sie (je nach Reifegrad) viel mehliger als die Dessertbanane.

Ich mag generell Bananen in warmen Gerichten, die Kochbanane bevorzuge ich aufgrund der weniger intensiven süßen Note und weil sie andere Zutaten besser zur Geltung kommen lässt.

Neben Kelewele gehören Aloco und Matoke zu den bekanntesten Gerichten.

Kelewele

Ich esse Kelewele gerne vor einem zweiten Nachmittagstraining als Snack, um die letzte Motivation zu fördern. Kelewele ist schnell zubereitet und kann mit verschiedenen Gewürzmischungen zubereitet werden und sorgt so ganz einfach für Abwechslung.

Zutaten

1 Kochbanane
1TL Kokosöl
Ingwer, Cayennepfeffer und Salz
(Alternativ: Zwiebeln, Anis, Gewürznelken, Zimt oder Chili)

Zubereitung

Je nach Reifegrad der Banane lässt sich die Schale nicht ganz einfach von der Frucht trennen. Es empfiehlt sich die Schale längs mit einem Messer einzuschneiden und dann zu schälen. Umso reifer die Frucht, desto leichter ist das Lösen von der Schale. Im Vollreifen Zustand wird die Kochbanane matschig.

Die Kochbanane wird in Scheiben oder Würfel geschnitten. In einer Pfanne wird der Teelöffel Kokosöl erwärmt und die Kochbanane anschließend gebraten. Ich bevorzuge eine mittlere Hitzeeinstellung und brate die Kochbanane dafür etwas länger. Zusammen mit dem Kokosöl verfärbt sich die Kochbanane gold-gelb-braun. Je nach Vorliebe darf die Kochbanane von außen ach richtig knusprig werden.

Anschießend würzt man nach Geschmack mit den oben genannten Gewürzen. Ingwer, Cayennepfeffer und Salz ist eine Lieblingskombination; Ingwer schützt vor Entzündungen und Cayennepfeffer kurbelt den Stoffwechsel an.

Kelewele - Kochbanane

Serviert wird das ganze vor dem Training mit einem Lieblingskaffee, so dass man danach gesättigt und wach mit einer aufgehellten Hochstimmung trainieren kann :-) Guten Appetit.

Fazit

Die Kochbanane ist eine gute Alternative zu Kartoffelgerichten. Der hohe Serotoningehalt kann die Stimmung aufhellen und sorgt für gute Energie im Training. Die Kochbanane sättigt für mich gut und langanhaltend.

Viel wichtiger: Die Kochbanane bietet dem Gaumen durch den andersartigen Geschmack neue Reize. Gutes Essen und Zufriedenheit sind bekanntlich auch eng miteinander verbunden.

Probiert es aus und berichtet, wie euch Kelewele schmeckt. Was sind eure Lieblingssnacks vor dem Training?

Textquellen
Die genannten Informtionen im Artikel über die Nährstoffe, Herkunft und Wirkung von Serotonin habe ich auf Wikipedia und Nährstoffrechner.de recherchiert.