Hinein in den März und volle Konzentration in den vorletzten Trainingsblock ohne Wettkämpfe. Die Saison steht in den Startlöchern und langsam aber sicher erwachen die Competition gefühlt. Mit dem CP20- und Laktattest bin ich zwar nicht wirklich zufrieden aber es geht vorwärts und das Fundament stimmt.

mein_trainingstagebuch

Nach der Regenerationswoche sind die ersten Einheiten immer etwas schwierig, der Rhythmus muss gefunden werden. Insbesondere dann nicht ganz so einfach, wenn Trainingstage mit Krankenhausbesuchen verknüpft und drumherum trainiert werden muss. Zum Ende der ersten Umfangswoche ist eine Reduzierung der Trainingsquantität auch unüblich aufgrund des Laktat Re-Test aber zwingend notwendig. Aus diesem Grund hatte ich das „schlimmste“ an Training bereits am Donnerstag hinter mir.

Wetter in ErkelenzDer Frühling versteckte sich die gesamte Woche über hinter zumeist dicken Wolkenfeldern, so dass das Training auf der Rolle weiterhin im Fokus stand.

Meine Trainingswoche in der Übersicht

RadfahrenLaufenKraftEntwicklung
Nach dem CP20 Test am Ende der Stand eine 2,5h Trainingseinheit für Montag an; zu Glück locker und mit niedriger Belastung. Die Einheit konnte ich draußen absolvieren; natürlich mit Anhänger und war anstrengender als gedacht. Die Beine waren auch den Test viel stärker mitgenommen als erwartet, zudem wurde der Wind während des Trainings immer stärker. Ich steuerte mit einer sehr unorthodoxen Methode gegen den Wind und fuhr quasi eine Schmetterling Route, so dass sich Rücken- und Gegenwind häufig abwechselten. Insgesamt war das Leistungs- und Belastungsempfinden in einem extrem großen Ungleichgewicht.

Wie gut die Regenerationsfahrt war zeigte sich dann das Nüchterntraining am Dienstag morgen, dass ich mit einer Normalized Power über 150 durchführte. Natürlich im Olympiapark München :D Danach fuhr ich in die Endokrinologie nach Aachen.

Mittwoch und Donnerstag waren dann die beiden wichtigsten Einheiten der Woche. Am Mittwoch quälte ich mich bei den 4×4′ Intervallen jenseits meiner aktuellen CP5; 251/261/252/259 Watt im Schnitt machen auf der einen Seite meine derzeitige Schwäche sichtbar, auf der anderen Seite kann ich Belastungen aber sehr konstant ansteuern. Trotzdem fehlen 60-75 Watt im Vergleich zu 2015. Es gibt viele Hypothesen dazu, eine neuere werde ich im Laufe der Woche vorstellen und wird rein gar nichts mit meiner körperlichen Entwicklung zutun haben. Seid gespannt, das Thema brennt mir sehr unter den Fingern und ich freue ich auf die Diskussionen.

Die Einheit am Mittwoch dauerte insgesamt 180 Minuten und im Schnitt bin ich mit 160 Watt unterwegs gewesen. Damit liegt zwischen GA1 und Spitzenleistung gerade einmal 90 Watt. Viel zu wenig.

Am Donnerstag knüpfte ich an der Leistung des Vortags an und fuhr ein Fahrtspiel auf der Bkool Rolle etwas südlich von Valencia. Auf den 580hm bergauf konnte ich konstant über 180 Watt treten ohne zu explodieren, insgesamt war die Einheit auf der Rolle sehr gut. Gerade Fahrtspiele sind auf der Rolle durchaus schwer umsetzbar, denn man muss sich schon zu Tempoverschärfungen zwingen. Mit Mitfahrern im Multiplayer der Bkool Software fällt dies etwas einfacher.

Am Samstag gab es ein lockeres Ausfahren der Beine, ruhig und ohne Stress. So wie möglich, so dass die Zeit bis zum Laktattest so groß wie möglich wurde. Der Test am Sonntag zeigte dann eine verbesserte Grundlage und verdeutlichte mir das, was ich ohnehin weiß: Mir fehlt es an Power. Mehr zum Test gibt es zum Ende der Woche, wenn ich die Auswertung vorliegen habe.

Statistik

10TE, 12:35h, 307km, ca. 2200hm

Fortschritt Übersicht

Intensität
Leistung
Form
Nach dem Krankenhausbesuch am Dienstag gab es den einzigen Lauf der Woche zur Auflockerung vor dem Krafttraining. In 45min schaffte ich leichtfüßig 8km und fühlte mich danach ganz gut.

Ich würde gerne mehr laufen aber ich weiß gerade nicht wann. :-)

Statistik

1TE, 45min, 8km

Fortschritt Übersicht

Intensität
Leistung
Form
Ein Highlight in dieser Woche war mal wieder das Krafttraining mit Thorsten. Ach, was tut das gut immer wieder neue Anforderungen zu bekommen und wie abwechslungsreich kann Training im Studio sein. Toll!

Zuerst quälte ich mich am Dienstag aber selbst im Studio. Krafttraining Beine stand auf dem Programm und ich war ziemlich motiviert. Nach der langen Maximalkraftphase fokussierte ich mich auf ein Kraftausdauer Training mit 75% meines MK Gewichts und 10-15 Wiederholungen. Zufriedenstellend war das Resultat, das Krafttraining hat sich definitiv bezahlt gemacht.

Am Donnerstag kam dann Thorsten zum Oberkörper Training dazu. Zu meiner Überraschung haben wir nicht an Geräten oder im Freihantelbereich trainiert, sondern im Gymnastikraum. Mit weniger Gewicht aber höherer Intensität war das Training ebenso kurzweilig wie anstrengend. Thorsten schafft es immer wieder, dass ich meine Muskeln völlig ausbelaste und im letzten Satz eine Abbruchleistung zeige. Das sorgt natürlich noch weiter an beim nächsten Mal noch mehr zu geben.

Das Training war anders als sonst in 3×3 Phasen aufgeteilt. Zuerst gab es einen Zirkel für die Brustmuskeln mit drei Übungen, anschließend das gleiche für den Rücken und zum Schluss für die Schultern. Abschließend wurde der Bauch gequält, aber auch hier zeige ich langsam Fortschritte. Yay :-)

Den richtigen Pump für den Oberkörper gibt es dann gemeinsam mit euch im April:

Statistik

2TE, 3h

Fortschritt Übersicht

Intensität
Leistung
Form
Bis zum Wochenende eine prima Woche, was meine Entwicklung anging. Trotz des schwachen CP20 Tests fiel ich nicht in ein negatives Selbstgespräch, sondern setzte die Enttäuschung in positive Trainingsenergie um. Die drei Trainings in der Wochenmitte gaben mir viel Aufwind und ich war top motiviert für den Test bis Samstag Nachmittag.

Denn dann kam mal wieder ein Essflash aus heiterem Himmel, was mich durcheinander brachte. Denn Ernährung lief zuletzt besser, weil ich mental dagegen steuern konnte. Doch Samstag und dann auch nach dem Test am Sonntag Abend (und vorausgreifend auch gestern) waren wirklich schlimm. Schlimm bedeutet ein Anstieg des Gewichts von 78,xkg zurück auf 82+kg in drei Tagen.

Warum? Ich glaube das ganze hat sowohl körperliche als auch psychologische Gründe, die sich gegenseitig bedingen. Am Samstag musste ich einen 24h Sammelurin Test machen, den ich nach 8h abbrechen musste. Abbrechen deswegen, weil der blöde Kanister voll war. 2,2L in acht Stunden, „normal“ ist diese Menge über 24h, was mir vorher so nie bewusst war.

Der schwächere Test und Heißhunger am Sonntag Abend wirkten sich dann zu einer mittelschweren Katastrophe am Montag aus, knapp 8000kcal bis um 16:30 Uhr. Um 18:30 Uhr war ich so müde, weil mein Körper verdauen musste das ich bis heute 07:30 durchgeschlafen haben. nein, das ganze ist doch völlig unnormal und garantiert nicht gesund. Ich bin auf mein Ergebnis gespannt.

Statistik

13TE, 16:15h

Fortschritt Übersicht

Gewicht
Ausdauer
Form

Fazit

Positiv sind die Leistungen auf dem Rad unter der Woche zu verbuchen, inwiefern der Laktattest in der Gesamtbetrachtung ausfällt bleibt abzuwarten. Ich persönlich habe mich bis 260 Watt extrem gut gefühlt und danach kam dann aber sofort und ohne Zögern der Mann mit dem Hammer und es ging nichts mehr.

Ebenso schlecht war das Wochenende aus Sicht der körperlichen Entwicklung, denn der Schuss ging gewaltig nach hinten los. Ob es am Frustburger lag, der quasi wieder alles durcheinander geworfen hat oder aber hier die negativen Selbstgespräche für verantwortlich waren, die mir die Motivation von innen wegsaugte… ich weiß es nicht.

Aber eins weiß ich: Ich werde niemals aufgeben. Bereits heute konnte ich mit frischer Motivation und ungebrochenen Willen die gute Trainingsleistung abliefern und meine Ernährung wieder wie gewohnt umsetzen.

Bkool  Simulator: Radfahrer mit LichtDas Highlight der Woche war mein Fahrtspiel auf der Rolle am Donnerstag morgen, im Nebel und mit Beleuchtung. Hach, BKOOL made my day.