Alles wie immer? Nach drei Tagen Krankenhaus und gefühlten 100 Tage ohne Sport habe ich am Wochenende völlig unerwartet und viel früher als gedacht mein Sportcomeback gegeben. Freude, Antriebskraft und gute Laune waren zurück. Zwar hat der Klinikaufenthalt bis jetzt weniger Ergebnisse geliefert als erhofft aber zumindest frohlockt mein liebstes Hobby wieder!

mein_trainingstagebuch

Gegen eine sportliche Belastung spricht aus medizinischer Sicht vorerst nichts, solang ich mich gut fühle darf ich alles machen und solang machen wie ich möchte. Und ich so – YEAH!

Ungeahntes Leistungshoch am Samstag

Wiedereinstieg nach mehr als 10 Tagen Pause bedeutet drei Schritte zurück und langsam und behutsam ins Training einsteigen. Anders als nach einer Verletzung oder einem Infekt heißt dies aber nicht zwangsläufig Belastungen zu gänzlich vermeiden. Trotzdem war ich eher konservativ und ohne Trainingsvorhaben am Samstag mit dem MTB aufgebrochen, einfach mal in den Körper reinhorchen. Lust und Vorfreude waren reichlich vorhanden, außer dem Gewicht auf der Waage schien alles in Lot.

Ich fühlte mich gut und was mich völlig überraschte war mein Körper. Belastungen jenseits der 300 Watt haben Spaß gemacht, der Pulsschlag über 170 sorgte für ein breites Grinsen und meine Leistung in kurzzeitigen Belastungen war für eine derart lange Pause mit 520 Watt über 40 Sekunden überraschend hoch.

Ich habe jede Minute der Ausfahrt genossen und musste mich nach zwei Stunden zusammenreißen und nach Hause fahren, denn langsam und behutsam möchte ich meine Form aufbauen.

Alles wie immer? Alles wie immer!

Am Sonntag schlug ich die Einladung von Ansgar schweren Herzens aus und fuhr nicht mit in die Eifel, eine Entscheidung die ich beim Blick auf Ansgars Strava Aufzeichnung nicht bereue. Sieben Stunden durch die Rureifel wäre des Guten dann doch zuviel gewesen.

Stattdessen war alles wie immer: Eine Unaufmerksamkeit, ein Matschloch und ich sah – trotz Sonnenschein und Frühlingstemperaturen – genauso aus wie die Kollegen nach dem Kellerwald Bike Marathon in Gilserberg. Shit happens.

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Entlang der Rur genoss ich an Tag 2 meines Comebacks das schöne Wetter und pedalierte locker und sorgenfrei vor mich hin. 75km in 3:15h sprangen dabei herum. Was du mit guter Laune tust, fällt dir nicht schwer. An diesem ungarischen Sprichwort ist definitiv etwas dran.

#Comebackstrongerthanever

In dieser Woche werde ich nach Lust und Laune meine Fahrräder und Laufschuhe spazieren führen, bevor ich dann im Mai wieder mit einem richtigen Trainingsplan und Zielen ins richtige Training wiedereinsteige.

Ansgar hat mir den Hashtag #comebackstrongerthanever geschenkt, den ich dankend annehmen. Außerdem habe ich in den letzten Wochen den ein oder anderen weiteren Stein umgedreht und hinsichtlich meines Trainings überdacht. Unter anderem werde ich mich von meinem Leitspruch „Ich weigere mich aufzugeben“ aus Gründen trennen. Das neue Motto wird aus der think positive Kategorie gewonnen, allerdings muss ich dieses erst noch richtig verankern. :-)