Zu Wochenbeginn habe ich die Ruhewoche genossen, ehe ich dann pünktlich zum Wetterumschwung an Pfingsten die Trainingsumfänge erhöht habe. Die ersten Tage im Trainingslager dahoam begannen jedenfalls vielversprechend.

Ruhig gestartet und mit dem ersten Trainingslagerblock die Woche fulminant abgeschlossen. Besonders schön, dass ich die Trainingsbelastung gut verkrafte und kleine Fortschritte erziele.

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Nach dem ruhigen Wochenende startete ich gut erholt in die Ruhewoche, zumindest was die Regeneration vom Rennen in Grembergen betraf. Aber eine Erkältung setzte meinen Körper zu, so dass ich am Montag meine Grundlagen Einheit verkürzen musste. Trotzdem konnte ich mit über 170 Watt eine gute Ausdauereinheit absolvieren. Am Dienstag vor der Arbeit saß die Erkältung noch tiefer und meine Leistung beim Krafttraining sank. Trotz viel Schlaf und wenig Beanspruchung musste ich am Mittwoch alles ruhen lassen. Es ging extrem schlecht aber der Tag in der waagerechte tat gut. Pünktlich zum Start ins Trainingslager war ich wieder auf dem Dampfer.

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Einsame Straße. Ein meditativer Genuss, wenn es läuft.

Blockade beim Krafttraining

Der Endurange Daniel schrieb heute auf Twitter, dass er durch eine vorangegangene Mibilitätseinheit die beste Laufeinheit seit langem absolvieren konnte und schmerzfrei war. Mir ist in der letzten Woche etwas Ähnliches passiert.

Beim Krafttraining war ich zwar krankheitsbedingt desolat und konnte gerade so meine Squat Wiederholungen durchführen aber es ging, das Ziel war noch einmal eine 10×10 Runde wie in der veangenen Woche zu leisten. Ohne Intervall-Zirkel am Ende, m mein geschwächtes Immunsystem nicht zu überlasten.

Bei der zweiten Übung Kreuzheben ging gar nichts mehr. In der Sumo-Variante (eigentlich meine Lieblingsvariante mit einer Maximalleistung von 100kg) war ich nicht einmal in der Lage 40kg zu heben. Eigentlich fiel es mir schwer die Grundposition einzunehmen, Po nach hinten und Hohlkreuz mit leicht gebeugten Beinen. Ging nicht!

Zwei Dehnübungen später klappten die 30kg super, 40kg kein Ding. Und die letzten 5 Sätze gingen dann über 60, 70 bis sogar 75kg mit 10 Wiederholungen. Ich habe damit keine neue Bestleistung über 10 Sätze erzielt, sondern eigentlich nur mein Soll erfüllt. Wenn man aber bedenkt, dass ich im ersten Versuch bei 60kg die Langhantel keinen Milimeter bewegt hatte, dann sind solche Blockaden schon echt krass.

Das weitere Kraft Training war ok, aber die Dienstag eben nicht so mein Tag.

Wetterumschwung zum Trainingslagerstart

Da plant man sein Training, nimmt sich Urlaub und freut sich auf Umfangtage bei sonnigen Wetter und dann…. Zehn Grad kälter und stürmisch. Na toll!

Donnerstags habe ich die Laufschuhe geschnürt, um meinen Körper etwas auf mein Vorhaben vorzubereiten. Denn am Freitag habe ich direkt die Sonntags-Einheit durchgezogen, wenigstens einen Sonnentag ausnutzen. Trotz der Erkältung lief es fantastisch. 100km auf dem MTB in knapp über 4 Stunden mit 165 Watt im Schnitt und 175 normalisiert; Konstanz es klappt doch mit dir.

Kurz/kurz im Nationalpark de Meinige. Das Wetter genießen.

Kurz/kurz im Nationalpark de Meinige. Das Wetter genießen.

Am Samstag gab es aufgrund der Erkältung nur eine statt zwei Trainingseinheiten, die aber bereits um 07 Uhr bei acht Grad. Klasse, wenn man bedenkt, dass ich am Freitag bei milden 22 Grad unterwegs war. Aber auch auf dem Rennrad lief es schön und ich genoss die morgendliche Ruhe. Mit nur drei Datteln im Magen und einer Banane zwischen durch war ich im übrigen leistungstechnisch (160 Watt im Schnitt) nicht schlechter unterwegs als am Tag zuvor.

Am Sonntag nutzte ich dann Ansgars Diva-Laune aus, um meine Trainingsziele doch noch erfolgreich zu beenden. 3 Tage – 10 Stunden. Und die letzte Stunde war verdämmter zäh, dank Ansgar aber machbar. Immer wieder gab es Tempogebolze über 200 Watt gegen den Wind, gerne auf Wiesen. Das Fahrtspiel verdiente seinen Namen. Leider kamen die Trails zu kurz, da meine Vorderradbremse nur 10% Leistung brachte und dringend entlüftet werden muss.

Impressionen

Fazit

12:30h auf dem Rad in vier Einheiten mit über 300km, alleine 240km davon in den letzten drei Tagen. Dazu 2:30 Kraft Training und ein 40min Lauf. Ich fass das mit #comebackstrongerthanever zusammen. :D

Meine Krankheitssymptome sind wie weggeblasen. Diese elendige Heißhunger, ich hab ihn besiegt! Ich bin nicht mehr abgeschlagen, antriebslos oder schlecht gelaunt. Ich glaube auch nicht mehr so reizbar. Alles easy. Man, eine Erleichterung.

Einzig unverständlich bleibt mir meine Gewichtsentwicklung. Innerhalb von drei Wochen bin ich von 86,5kg wieder auf 79,5kg runter aber obwohl ich nach den 6h von Grembergen nicht übermäßig viel gegessen habe (2400kcal/Tag in den Folgetagen) habe ich wieder 2kg zugenommen und verharre jetzt konstant bei um 82kg. Obwohl ich die letzten beiden Wochen mit Netto 1650kcal/Tag abgeschlossen habe.

Aber solang die Form klettert und der Bauchumfang abnimmt (-3cm seit Mitte April) möchte ich mich nicht beklagen. Bis zum 24h Rennen in München werde ich mein Minimalziel von 78,5kg erreichen.