Am 10.09. stand ich, schon beinahe traditionell zu meinem persönlichen Saisonabschluss, beim Vulkanbike in Daun am Start. Aufgrund der laufenden Marathon-Vorbereitungen (am 02.10. stand der Köln Marathon auf dem Programm), reiste ich mit wenig Ambitionen aber gut gelaunt am Vorabend der Veranstaltung in Daun an.

Begleitet von der besten Betreuerin der Welt, meiner Frau Nadine, bezog ich erstmalig etwas außerhalb Quatier in einem Ort dessen Name mir entfallen und der vermutlich auch nicht weiter erwähnenswert ist.

Kurzer WhatsApp Kontakt mit unserem Ansgar „ja klar, ich hole Deine Start Unterlagen ab“, leckere Pasta beim ansässigen Italiener, Rad, Ernährung und Klamotten vorbereiten, alles Routine und ab ins Bett.

Bestes Wetter und Ansgar begrüßten uns am nächsten Morgen im Startbereich, wo ich ihm seine Unterlagen aushändigte und sich auch Gelegenheit zu einem kurzen Plausch bot.

Bleibt alles anders – oder?

„WIR FAHREN WAS…?? ANDERSRUM??“ Wie konnte mir diese, nicht ganz unwesentliche, Information zur Streckenführung nur entgangen sein? Aber Ansgar war sich da sehr sicher. Das ich am Vorabend noch unter Mühen und im nur mäßigen Hotel Wlan die seit fünf oder sechs Jahren unveränderte Route auf den Radcomputer geladen hatte, verschwieg ich geflissentlich.
In meinem Kopf drehte es sich, sollte ich überhaupt starten? Alle eingeprägten Streckenpunkte, die zurechtgelegte und an das gewohnte Crescendo der Strecke von „breit und flach“ nach „eng und steil“ mit der rasenden Asphaltpassage Richtung Ziel, angepasste Renntaktik unbrauchbar.

Vulkanbike Eifel-Marathon

Der Startschuss gab die Antwort.

Vulkan Bike Marathon

Zum Rennverlauf gibt es nicht viel zu sagen. Die Beine fühlten sich, wie erwartet, nicht gut an und ich musste tatsächlich zwei oder drei Mal mein Rad den Berg hinauf schieben, da ich Probleme beim Abruf der Maximalkraft hatte. Konditionell war ich, ebenso erwartungsgemäß, auf der Höhe, was mir einen doch versöhnlichen 38. Platz (AK) bescherte. Das angestrebte und dauerhafte Ziel in Daun endlich einmal unter 5h zu bleiben, wurde durch die positiv zu bewertende Tatsache verhindert, dass die Strecke statt der üblichen ca.95km nun, durch die leicht abgeänderte und andersherum führende Route, tatsächlich die proklamierten 100km beträgt.

Vulkanbike Eifel-Marathon

Fazit

Als Resümee zur Strecke bleibt festzuhalten: die alte Strecke war mir lieber! Die Strecke führt nun zu früh auf einen engen Trail, wo es schon zu Beginn lange Staus gab. Die wenigen attraktiven Abfahrten werden nun noch weniger und die Anstiege weniger rhythmisch, was mir persönlich gar nicht passt. Außerdem erreicht man relativ früh im Rennen die bewohnten Gebiete, die sonst eine grandiose Stimmung am Streckenrand boten. Diese war in diesem Jahr deutlich reduziert. Ich erkläre dies mit dem Samstagstermin und der damit verbundenen Werkstätigkeit der Anwohner am früheren Morgen. Schade.

Ansonsten und im Start-/Zielbereich sowie im Ort selber war alles wie immer. Hervorragende Stimmung, gute Organisation.
Mein einziger Wunsch: bitte im nächsten Jahr wieder „richtig“ rum! Angemeldet für 2017 bin ich schon jetzt und auch das Hotel ist bereits gebucht.