Vor ein paar Wochen habe ich über meine Unzufriedenheit geschrieben. Mittlerweile hat sich einiges geändert. Ich fühle mich zufrieden und bin mit meiner Umwelt im Reinen, auch wenn mein Körper schmerzt. Dieser Schmerz hat aber einen Grund und ist, wenn man so will, mit voller Absicht von mir selbst herbei geführt. Aber die grundsätzliche Gefühlslage ist durchweg positiv.

Seit einer Woche beschäftige ich mich wieder mehr mit dem Sport. Daniel, der alte Streber, sitz ja schon wieder ständig auf dem Rad oder wuchtet Eisen durch die Gegend. Vorbereitung auf die Vorbereitung und so. Man muss dem Ganzen nur die richtigen Namen geben dann macht alles Sinn, aber im Endeffekt ist es alles Sport.

Wie gesagt treibe ich wieder mehr Sport. Startschuß gab die Vennbiker Abschlußtour in der Eifel und da ich endlich mal Zeit gefunden habe mein altes MTB auf die Rolle zu stellen, war ich auch da aktiv. Außerdem stand gestern der zweite Besuch auf der Radrennbahn an, diesmal mit mehr Intensität! Und der Sport macht Spaß, auch wenn mir abseits des Sports der Körper Schmerzen zufügt.

Und damit bin ich beim eigentlichen Thema, ich wollte mal ein bisschen rumheulen: wie Euch bekannt ist, ist rechts bei mir ne Rippe gebrochen, bzw heilt das ja schon wieder. Aber so ne gebrochene Rippe verursacht Schmerzen, naja einige von Euch harten Mädels und Typen würden das als Zwicken abtun. Es zwickt ja auch nicht immer, nur beim strecken, beim liegen auf der rechten Seite, beim liegen auf dem Bauch, beim liegen auf dem Rücken. Da ich ja sowie so selten liege also kein Problem.

Die erste Frage damals an den Doc: darf ich Radfahrn? Jap darf ich, nur stürzen soll ich nicht! Pah, stürzen? Ich doch nicht! Aber wie es immer so mit uns bekloppten Sportlern ist, stellen wir unser Glück gerne auf die Probe. So auch ich. Also machte ich mich auf in die Eifel um mit der Vennbike-Crew ein paar Höhenmeter positiv und negativ zu vernichten. Schön schön alles, tolle Truppe, tolles Wetter, tolle Trails. Im Tour-Bericht könnt ihr Details nachlesen.

Reiner Übermut, geschwängert mit Endorphinen und Adrenalin sorgte dann dafür, dass ich mich richtig schön lang machte. Seit dem zieren meine Kniee Schürfwunden und blau/grün/gelbe Flecken, der linke Oberschenkel trägt ein eben solches Design und meine linke Schulter erinnert mich bei diversen Bewegungen durch leichte Schmerzen daran, dass sie da ist. Die Muskelansätze des Oberschenkels melden sich auch regelmäßig um ihren Unmut kund zu tun. Die Cuts an den Schienbeinen bedürfen eigentlich keiner Erwähnung, ich tu es trotzdem.

Aber es ist alles schöner Schmerz, da ich weiß warum ich ihn habe und er defintiv mit purer Absicht herbei geführt ist. Denn mir war vor meinem Stunt klar, dass das schief gehen kann, das schoß mir auch in Millisekunden durch den Kopf als ich zum Übermut ansetzte, aber es war mir in dem Moment egal. Und es ist mir immer noch egal, der Schmerz ist halt da. Aber er erinnert mich an die schöne Zeit die ich mit den Jungs an diesem Tag hatte! Eine verschworene MTB-Gemeinschaft, die aufeinander achtet und für einander da ist und zusammen Spaß hat.

Das Schöne ist, beim Sport habe ich keine Schmerzen, gerade beim Radfahren nicht, aber selbst wenn wäre es mir egal, den den Schmerz verbinde ich nur mit positiven Erinnerungen.

In diesem Sinne, riskiert was! Eure Diva

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