In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.

Herrje, ist das früh! Nicht viel früher als gewohnt, denn der Wecker klingelte heute morgen um 05.50 Uhr, trotzdem früh. Manchmal fühlt sich früh eben noch früher an, heute ist so ein Tag. Aber ich weiß, dass sich das frühe Aufstehen lohnt. Nicht heute, denn ich werde gleich große Schmerzen leiden, aber in 142 Tagen bei der Mountainbike 24h Weltmeisterschaft.

Manchmal muss man Opfer bringen

Der Weg dahin kann kein dauerhaftes Schönwetter-Yippie-Yay-Yay Unterfangen werden, denn um mein Ziel zu erreichen, muss ich kontinuierlich an meinen Schwächen arbeiten. So auch heute, trotz eines furchtbar engen Zeitrahmens.

Glücklicherweise habe ich mich vertan und mein intermitted exercises Programm dauert „nur“ 90 Minuten statt 120 Minuten. Damit habe ich, im Vergleich zu gestern Abend, eine halbe Stunde gewonnen. Das erste Erfolgserlebnis.

Trainingsvorbereitung

07:45 Uhr im Büro zu sein bedeutet aber auch, dass das herkömmliche Porridge Frühstück ausfällt. Während ich bei Trainingsbeginn um 09 Uhr prima mein Porridge um acht Uhr frühstücken kann, müsste ich bei Start um 07:45 bereits um 06:30-45 frühstücken. Das kann ich nicht.

Um den empfindlichen Magen nicht unnötig zu belasten gibt es deswegen einen Smoothie mit Banane, Hanfprotein und etwas Leinsamen.

Mit 3×8′ intermitted exercises (IE) steht gleich eine Steigerung des IE-Trainings an, insgesamt nur 4 Minuten mehr IE-Training aber dafür ein ganzes Intervall mehr. Die Regeneartionszeit im G1 Bereich wird um fünf Minuten auf 5′ gekürzt und nach dem IE-Programm folgen 2×10′ G2 im oberen Bereich. Meine Vo2Max wird es mir hoffentlich danken.

Nach dem Training ist vor der Arbeit

Nach dem Training bleiben 70 Minuten zu Hause. Recoveryshake und Kaffee, duschen und ein bißchen Zeit mit der Tochter verbringen. Dann muss ich aber auch los.

Das Programm ist heute stressig und wäre dauerhaft auch nicht durchführbar. Aber manchmal ist es eben notwendig ans Limit (Stress, Zeit, Kraft) zu gehen, um seine Ziele zu erreichen. Bewusst dafür entschieden kann man damit einfacher Umgehen, als wenn man durch Unachtsamkeit in einen derartigen Kreislauf gerät.

Ich möchte eine gute Weltmeisterschaft fahren. Ein noch stärkeres Rennen als in München. Und um das zu erreichen sind Tage wie heute notwendig und letztendlich greift der 3 Punkteplan: Trainingsziel verinnerlichen, umsetzen und über die erbrachte Leistung freuen.

Update 22:35 Uhr: Mein Training heute

G1/IE/G2: 3×8′ IE, 2×10 G2, TSS: 105. Die Trainingseinheit begann wie erwartet schwierig, mein Magen mochte trotz schonender Kost nicht mitmachen,. Er musste aber. Die ersten beiden IE-Intervalle gingen gut und waren im 7-8er Bereich anstrengend. Das letzte Intervall hat mir dann aber sehr zur schaffen gemacht. Stellenweise sank mein Puls in der Entlastung nicht unzer 170bpm