In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.

Nach dem gestrigen trainingsfreien Tag mit sehr ruhiger Arbeit konnte ich über Nacht meinen Körper wieder auftanken und für die erste Umfangwoche wiederherstellen. Ich blieb bis 07 Uhr liegen und nutzte de vormittag als ruhige Entspannungsphase ehe ich da zu Mittag bei EB-SB-G2 Programm auf der Rolle abspulte.

Mein Training heute

Nach der Ruhewoche gab es direkt eine schwere Aufgabe für die Beine. EB-Intervalle mit anschließende SB-Sprints und einer kurzen Pause. Abschließend G2-Intervalle im dem Fokus auf die erhöhte Trittökonomie.


G1/EB/SB/G2: 6×3′ EB mit 20″ SB Sprints, 3′ G1 dazwischen. Abschließend 2×10′ G2 mit TF >80. TSS: 105

Schön zu sehen, wie ich in den ersten Intervallen überpact habe und mich nicht richtig erhole konnte. In den letzten Intervallen war wieder mehr Kraft da. (Screenshot: Goldenen Cheetah)

Ich habe nochmal ein Video gedreht, sowohl vor als auch nach den Intervallen, allerdings war der Ton völlig unbrauchbar. HILFE, wer empfiehlt uns ein gutes Mikrofon für den mobilen Einsatz, was Störgeräusche gut filtern kann?

Zum Training: Durchwachsen mit einer schwankenden Leistung, jedoch auch einem Pacing Fehler am Anfang. Ich bin die ersten beiden Intervalle (bewusst) zu schnell angegangen und war getrieben von falschem Ehrgeiz, 300+ Watt sind für den Umfang an Intervallen noch zu viel für mich. Deswegen baute ich körperlich dann im dritten und vierten Intervall ab und konnte nicht mehr nachlegen. Im W’Balance Modell von Galen Cheetah kann man das gut nachvollziehen, dass die blaue Kurve in den ersten Intervallen nicht mehr lang genug ansteigt.

Ich ging die letzten Intervalle konservativer an und brachte sie mit geringerer Itensität erfolgreich aber mehr Konstanz zu Ende, meine Erholung wurde dadurch verbessert. Im letzten Intervall war dann sogar wieder eine Steigerung drin, inkl. eines neuen HFmax Werts – so hoch wie seit 10 Jahren nicht mehr.

Wichtig war für mich, dass ich trotz der „Krise“ zuversichtlich geblieben bin und mental nicht weiter abgebaut habe, sondern die Gegebenheiten angenommen und aus der Situation das Beste gemacht habe. Die Leistung war gemessen absolut in Ordnung, aber durch den fulminanten Beginn (Überpacing!) hatte ich zu viel von mir in den restlichen Intervallen erwartet.

Das Training hat mir noch einmal gezeigt, dass Pacing das A und O ist und ein Überpacen mittel- bis langfristig keinen Erfolg bringt, sondern zu einer insgesamt schwächeren Leistung führt.

Die abschließenden G2-Intervallen mit erhöhter TF verliefen dann flüssig und waren trotz der Erschöpfung ganz gut annehmbar.

wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft

Gebucht! Der nächste Schritt, wenn auch nur strukturell, ist erledigt. Wir haben gestern das Wohnmobil gebucht und damit Reisezeitraum und den Ablauf der letzten Wochen vor dem Weltmeisterschaft Rennen festgelegt. Samstags wird gepackt und die Anreise erfolgt dann Sonntags mittags.

WoMo für Finale Ligure

Damit habe ich dann am Sonntag Zeit zum Beine lockern, am Montag und Dienstag Zeit für intensivere Vorbereitungen und am Donnerstag ein letzten Check vor der WM. Perfekte Bedingungen also in der letzten Woche vor dem Rennen.

Morgen klärt sich, ob ich a dem Wochenende davor ebenfalls die Letzte harten Attacken fahren kann, den wenn der berufliche Part mitspielt, werde ich sowohl beim BIKE Festival in Willingen als auch am Folgetag die Langstrecken Marathons fahren und damit och eimal ein intensives 12h Programm unter die Stollen nehmen. Das wäre perfekt für die dann folgende Tapering Phase.

Und sonst so

Kindergeburtstag! Der Nachmittag stand ganz im Zeichen meiner jetzt 2jährigen Tochter <3 Bis morgen!