In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.

Irgendwann musste es ja kommen, dass desolate Training. Der Moment, wo die Erschöpfung siegt. Wo Geist und Körper gemeinsam „Nein“ sagen. Heute war es soweit :(

Schleichend war der Prozess aber hinterher fällt einem immer mehr auf, so dass der Prozess absehbar war. Zum Beispiel war heute morgen die Vorfreude auf die intermitted exercises vergleichsweise gering, während in den letzten IE EInheiten immer unterbewusst die Challenge „wieviel geht wohl heute?“ ablief, kam ich heute schon vor dem Training nicht über ein „Hauptsache durchziehen“ hinaus.

Dazu gesellten sich technische Probleme, eine allgemeine Erschöpfung und am Ende bilanziere ich die schlechteste TRainingseinehit seit 35 Tagen. Und jetzt? Katastrophe? Fehlanzeige! Passiert, abhacken und weitermachen. Mit einem Ruhetag morgen und neuer Motivation.

Mein Training heute


G1/IE/EB: 3×5′ IE, 2×5′ EB, 90 Minuten. TSS 100.

Geplant war das Training wie beschrieben, allerdings ging nach den drei IE Intervallen nix mehr. Ich habe die EB-Intervalle noch begonnen aber auch wegen der technischen Probleme dann abgebrochen.

Was war los? Scheiß Technik und kein Fokus
Wenn die Technik versagt, versagt die Technik. Aber das ich zum Beispiel vergessen hatte, der Rolle Strom zu geben, zeigt auch das ich selbst nicht fokussiert auf das Training war, sondern auf ein schnelles Trainingsende.

NAch dem schwerfälligen Warm-Up wollte ich gerade mit dem ersten IE-Segment beginnen, während die Trittfrequenz bei 130 angekommen war hatte ich immer noch keine 350 Watt auf dem Pedal. Ohne Strom funktioniert der Widerstand eben nicht.

Aber auch mit Strom funktionierte der Körper nicht. Die Leichtigkeit fehlte und der Puls schnellte auch nicht nach oben. Der Spaß fehlte und die Bereitschaft sich aufs Äußerte zu quälen ebenso, insofern waren die drei IE-Segmente kein Desaster aber auch keine gute Leistung.

Während der aktiven Erholung wurde es leicht besser, als dann aber nach der Pause das erste EB-Intervall begann und ich wieder eine TF >120 hatte und gleichzeitig keine 240 Watt, hatte ich den Nerv verloren.

Ich pedalierte aus und beendete das Training.

So schlecht sah das am Ende nicht aus, fühlte sich aber extrem anders an. Und wenn dann die Technik nicht mitspielt und der Fokus fehlt, dann muss man die Trainingseinheit einfach abschreiben.

Natürlch war ich entsprechend angefressen nach dem Training aber mittlerweile habe ich die Perspektive geändert und kann mit der Leiustung leben.

Letztendlich war ich in dieser Woche etwas über meinem Limit und muss verstärkt auf meine Regeneration achten. Die Einheit am Donnerstag war zuviel und die Doppeleinheit am Freitag bestimmt auch zu hart. Außerdem wäre ein Tausch der EInheiten am Wochenende sinnvoll gewesen, als die schwerste Einheit am Ende des Blogs mit der größten Vorbelastung zu legen.

Man kann also immer dazu lernen und das Programm entsprechend anpassen. Umgesetzt werden die Erkenntnisse bereit ab der nächsten Woche.

Ich bin jetzt arbeiten und werde keinen Gedanken mehr an das Training verschwenden, dafür am Dienstag mit neuen Mut, Entschlossenheit und Motivation in die dritte Umfangwoche starten.