In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.

Trainingslager Tag 4. Der letzte Tag mit Doppelbelastung. Gut so, denn die nüchterne Einheit am Morgen ist mir zumindest in der ersten halben Stunde sehr schwer gefallen. Danach ging es. Die Session 2 entpuppte sich als kleiner Formtest mit unvorhersehbarer, großer Bestätigung.

Darüberhinaus gab es Recovery in der Badewanne, auf der Couch, Tonnen zu essen und sowohl Wäsche als auch Bike-Stuff zu erledigen.

1. Session: KB/G1 nüchtern


KB/G1: 2×30″ SB, 2×5′ G2 kraftorientiert. Gesamtdauer: 60 Minuten, TSS: 40, Leistung: 145 Watt.

Ich habe, der Erschöpfung angepasst, eine Stunde länger geschlafen. Eigentlich hätte ich die Stunde auch draußen fahren können, aber das Umziehen für die Rolle benötigt weniger Vorbereitungszeit und ich wollte mit der Family anschließend frühstücken.

Die erste halbe Stunde war echt schlimm, kein Rhythmus und kein Druck auf dem Pedal. Nach den Sprints und mit den beiden kraftorientierten Intervallen lief es besser. Nach dem Training fühlte ich mich echt gut.

Das Motto zum Start in den Tag habe ich mal den aktuellen Bedingungen entsprechend angepasst :D

2. Session: G1/G2 auf dem Renner


G1/G2: Ohne Vorgaben. Gesamtdauer: 180 Minuten, TSS: 165, Leistung: 175 Watt / 205 Watt normalisiert.

Hach. Die erste etwas längere Einheit der Woche mit knapp drei Stunden. Die erste Einheit mit dem Rennrad draußen. Kurzfristig in Begleitung von Ansgar. Perfekter hätte die zweite Session nicht sein können.

Wenn dann auf Strava noch ein Haufen PR’s, Zweit- oder Drittbestzeiten herauskommen – obwohl immer Gegenwind heute – dann stimmt das Formbarometer. Ich merke, dass ich Belastungen länger und konstanter treten kann und insgesamt Belastungen weniger anstrengend sind. Ein sehr, sehr gutes Gefühl!

Für sich genommen sind die Erfolge heute nicht erwähnenswert, allerdings in der Summe wirklich vorzeigbar. Unter anderem ist mein PR an der Palland Straße gefallen, einem kleinen Stich von 500m mit 5% Steigung. Kurz vor der Transalp, im Mai 2015, hatte ich den PR gesetzt und heute um über zehn Sekunden verbessert. Damals mit voller Absicht, heute war ich gefühlt nicht auf Anschlag (154bpm, 481 Watt). In den drei Wellen des National Park de Meinweg (5,4km, 50hm) konnte ich ohne Anstrengung bis auf 1′ an meine PR heranfahren und habe im dritten Hügel PR gefahren und einen Rekord von 2013 eingestellt.

Das Training mit Ansgar hatte das Plus an Motivation, schließlich wollte Ansgar ballern und ich wusste, dass ich etwas mehr als alleine investieren muss. Ansgar weiß, wie er mich fordert und hat an den richtigen Stellen selbst den Druck erhöht oder sich aufopferungsvoll in den Wind gestellt :D

Hat Spaß gemacht heute und mir gezeigt, dass der Formaufbau die richtige Richtung einschlägt. Morgen knacke ich erstmals die 100km 2017 – zumindest draußen :D

wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft

Schlechte Nachrichten! Meine Fox Factory SC 29 Gabel vom Canyon Lux muss aufgrund eines Fehlers am Lockout eingeschickt werden. Der Fit4 Hebel stellt sich nicht mehr von alleine in die Ausgangsposition zurück, sondern verharrt mittig und blockiert den Federweg ohne das ich das möchte. Erst ein manuelles Zurücksetzen der Kappe gibt den Federweg frei. Ich bin gespannt, wie gut und schnell der Service von FOX Deutschland arbeitet. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Und sonst so?

Um 20:15 Uhr sind 1300kcal offen, um das Tagesziel von 1650kcal (ohne Sport) einzuhalten. Cool was? ich kann gar nicht soviel essen, wie ich essen muss. Spricht für einen Gewichtsverlust in Kürze :D

Das Chillen klappt zu Hause super. Ich habe mich heute abseits der zwei Trainingssessions zwei Mal in den Keller bewegt, einmal ins Badezimmer nach oben und ansonsten habe ich am Esstisch, der Couch und Badewanne mich und meine müden Beine ausgeruht.

Zum Frühstück gab es heute Banane, Birne, Avocado und Soja-Yogurth. Nach der zweiten Session eine große Banane mit Quark Alternative und anschließend Brokkoli mit Lupinen Burger und einer weiteren Avocado zum Mittagessen. Und heute Abend hatte ich einen Quinoa Brei mit Birne und Süßlupinen Schrot. Gleich gibt es noch Heidelbeeren, Kohlrabi, Paprika und zwei Bananen und einen Yoghurt. Nicht, dass ich morgen keine Kraft habe!

Besonders toll ist es im Übrigen, wenn man nach 1,5h Ausruhen auf der Couch bereits die Motivation für das morgige Training zurückgewonnen hat. Ich hab Bock und bin trotz vier anstrengender Tage bester Laune für die kommenden 8-10 Trainingsstunden am Wochenende.

Bis morgen!