In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.

Trainingslager Tag 5: Endlich, endlich, endlich. Mit dem Aufstehen war das kribbeln da, denn heute sollte es zum ersten Mal 2017 lang & heftig zugehen. Nach einem ausgedehnten Frühstück ging es frohen Mutes Richtung Eifel. 4,5 Stunden später kam ich glücklich und zufrieden aber zum ersten Mal auch richtig kaputt nach Hause zurück. Essen, Couch, schlafen, essen, baden, Couch, essen, schlafen für den Rest des Tages. Heute muss die Regeneration stimmen, damit ich morgen noch einmal nachlegen kann!

Mein Training heute


G1/K3/G2/SB: 2×30″ SB, 4×15′ K3/G2, 2-3×30″ SB. Gesamtdauer: 4,5 Stunden, TSS: 240, Leistung: 175 Watt.

Der erste Berg 2017.

Mit 165 Watt ging es im Schnitt Richtung Eifel. Zwei 30″ Sprints habe ich nach einem kurzen Warm Up eingebaut und dann hinter Jülich mit den 4×15 K3/G2 Intervallen begonnen. 245/236/236/230 Watt waren die zufriedenstellenden Ergebnisse. Während des ersten vierten Intervalls ist mir bei 260 Watt der Vorderreifen geplatzt, mal wieder. Zum Glück konnte ich kontrolliert abbremsen und musste dann mit dicken, pulsierenden Beinen am Straßenrand den Schlauch zum zweiten Mal wechseln, nachdem ich bereits hinten zu Beginn Luft verloren habe. Entsprechend verhalten habe ich dann das vierte Intervall gefahren, da ich Co2 Kartuschen unterversorgt die letzten 55km mit 4bar im Reifen fahren durfte…

Schaut man sich die Strava Einheit an, dann setzt sich meine PR-Serie von Gestern heute nahtlos fort. Und das obwohl ich kein Segment im Anschlag gefahren bin oder darauf geachtet habe.

Im Leistungssport-Diagramm erkennt man gut, dass ich am Ende versucht habe gegen den drohenden Leistungsabfall anzukämpfen :D (Screenshots: Golden Cheetah)

Hinten raus wurde es etwas kritisch, was die Leistung angeht. Nach 3.45-4.00h war es deutlich schwieriger die geforderten 150 Watt zutreten und ich musste mich immer wieder neu fokussieren, um die Leistung hoch zu halten. Das leichte Gefälle verschärfte den Prozess natürlich mit.

Mit 28kmh im Schnitt bei 120km mit knapp 1000hm bin ich sehr zufrieden, immerhin war es die erste lange Einheit mit Intervallen vermischt.

Und sonst so?

Zum Glück hatte ich mit Ansgar am Montag mein „Aha“ Erlebnis und wurde eingenordet mein Pannenset wieder mitzunehmen, dass ich seit den 24h Rennen in München bei Trainings zu Hause gelassen hatte. Heute war ich auf meine Defekte bestens vorbereitet :D

Blöd ist natürlich die Tatsache, dass es 2017 jetzt bereits der dritte Reifendefekt auf 3000km war. Andererseits ist der Schwalbe One auf dem Renner zuvor fast 13500km mit nur einer weiteren Panne ausgekommen. Spricht für sich und neue Pneus liegen in der Werkstatt. Montag ist Ruhetag und Bike-Technik Tag!

Bis morgen!