In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.

Gestern groß angekündigt, entpuppt sich die Ruhewoche für manch einen vielleicht als das Gegenteil. 12,5 Stunden Training, ein Cp 20-Test, eine fette intermitted exercises Einheit am Freitag, eine lange Einheit am Samstag und moderates Kraftausdauer Training am Sonntag.

Aber Lukas (STAPS) hat Recht in seiner Argumentation. Bereits das letzte Wochenende war entspannend und die Reize hatten Zeit sich zu setzen. Außerdem ist die Einheit eher eine kurze Vorbelastung für den CP20 Test morgen gewesen und am Donnerstag gibt es einen zusätzlichen Ruhetag.

Ruhewoche unter neuen Voraussetzungen eben. Lukas hat im Übrigen Recht behalten, denn die heutige „Vorbelastung“ viel mir bedeutend leichter als gedacht. Zum Glück bleibt Lukas unserem Vorhaben freut und ließ sich von meiner besorgten Email „heute wirklich ballern?“ nicht verunsichern, denn ich hätte heute mit dem Test vor der Brust selbst nur 90′ KB-G1 trainiert. Aber genau deswegen habe ich Lukas, um mich zu entwickeln.

Mein Training heute


G1-EB-K1: 2×5′ EB, 3×10-15″ K1, Gesamtdauer: 125, TSS: 95, Leistung: 160 Watt (NP 177).

So richtig glauben wollte ich Lukas Antwort auf meinen Einwand „Ruhewoche und dann EB-Intervalle“ keinen Glauben schenken. Lukas war sich aber sicher, dass ich wieder regeneriert bin und das mich die 5′ EB als Vorbelastung für morgen nicht wirklich stressen werden. Er sollte Recht behalten.

Man merkt ja schon immer beim Warmfahren, was so möglich ist. Und meine Beine fühlten sich widererwarten gut an. Nach dem Nachtdienst bin ich meistens eine Mimimi und traue mich kein hartes Training zu, aber die mentale Müdigkeit vom Job kann man mit frischen Beinen sehr gut kompensieren.

Die beiden Intervalle sollte ich im unteren EB-Bereich angehen und moderat pacen. Mit 263 Watt und 277 Watt ist mir das gut gelungen, beide Intervallen taten gut aber nicht weh. Da kann morgen was gehen!

In der Auswertung kann man gut sehen, dass mich das erste Intervall kaum stresste. Das zweite schon eher aber nicht annähernd im roten Bereich. In beiden Intervallen erreichte ich die maximale Herzfrequenz erst in der letzten Minute, allerdings blieb ich fast 15 Schläge unter meiner Hfmax.

Im W’Bal Modell sieht man, dass die K1-Sprints am Ende des Training bedeutend stressiger waren, obwohl nur 15″ Belastung erfolgte. Allerdings sind K1-Sprints, also 32/11 aus dem Stehen mit maximaler Kraft antreten, echt fies. Ich habe das Gefühl mir dabei die Beine zu brechen.

Das gesamte Training war also gewinnbringend. Das ich mit reichlich Wind zu kämpfen hatte und ich mir gar nicht die Frage stellte, draußen zu trainieren oder nicht, muss ich nicht weiter hervorheben. In dieser Hinsicht schein ich eine Blockade dank Ansgar bereits im Februar behoben zu haben.

wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft

Der April wird hart. In einem extra Artikel werde ich nochmal über die Wichtigkeit dieses Blocks mit den ersten beiden Wettkämpfen, eine Woche Trainingslager und einer Menge Umfang Einheiten schreiben.

Das Training zieht wird angezogen. Die Erwartungen steigen. Und langsam aber sicher wächst auch das kribbeln sich mit anderen zu messen.

Bereits morgen wird sich zeigen, ob und was sich verändert hat. Ich bin bereit.

Bis morgen!