In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.

Reingefallen? Ich hoffe ihr habt es mir nicht geglaubt. Denn natürlich ist nicht alles für die Katz‘. Jetzt, wo 2/3 der WM-Vorbereitung hinter mir liegen, ernte ich die ersten Form-Erfolge.

Nach #comebackstronger in der letzten Saison lautet das Motto 2017 #strongerthanever und ich bin auf einem guten Weg dorthin.

Seit dem Trainingslager bin ich bereits in blendender Form und mit dem Saisonstart in der nächsten Woche möchte ich eine neue Stufe erklimmen. Härter, weiter, schneller.

Nach der Arbeit stand heute ein intermitted exercises auf dem Programm. Also extrem fokussiertes Vo2Max Training mit einem 40/20 Rhythmus. Training an der Kotzgrenze quasi. Danach war aber nicht Schluß, denn zwei lange 20′ Intervalle im G2 Bereich wollten auch gefahren werden. Und wie, dazu gleich mehr.

Der – arbeitsbedingte – kurze Tag zu Hause wird dann mit Babyzeit vollendet. Auf der Couch und im Garten, in jedem Fall Schonhaltung. Morgen sind noch einmal fünf intensive Trainingsstunden gefordert.

Mein Training heute


G1-IE-G2: 4×4′ IE, 2×20′ G2 kraftorientiert, Gesamtdauer: 120 Minuten, TSS: 125, Leistung: 205 Watt (230 NP).

Die Trainingsinhalte lesen sich heute unspektakulär, aber Lukas hat mir heute einen ganz schönen Brocken Arbeit abverlangt. Fernab des Aprilscherzes war ich super drauf und voll motiviert das Training umzusetzen.

Dabei störte es mich auch nicht, dass das Pensum eine halbe Stunde länger dauerte, als Lukas geplant hat. Fahr ich eben 120 Minuten im Regen.

Anhand der Zahlen oben könnt ihr schon erahnen, dass das Training heute anstrengend war. Aber es hat Bock gemacht. Richtig Bock. Von Anfang an wie ihr auch kurz im Twitter Livevideo sehen konntet.

Outdoor IE-Intervalle – kann das klappen?

Bisher war ich der Meinung, dass man IE-Intervalle nur auf der Rolle am Limit fahren kann. Die Gefahr im Straßenverkehr erschien mir zu groß, die Konzentration auf Be- und Entlastung zu hoch. Aber Rollentraining war mir heute keine Alternative, weil mir die beiden 20′ G2 Intervalle hinten raus zu lang gewesen wären.

Also wagte ich den Versuch, die IE-Intervalle draußen zu fahren. Ein großes Wagnis, denn immerhin ist das Vo2Max ein Schwächetraining und eine schlechte Performance würde die Saisonvorbereitung zumindest geringfügig stören.

Aber wie ihr seht war meine Beunruhigung unnötig. Fast perfekt und in gleicher Intensität wie auf der Rolle spulte ich das Programm ab.

Lukas hab mir den Tipp, dass im Kölner Raum die IE-Intervalle auf der legendären Panzerstraße gefahren werden. Die haben wir in Erkelenz nicht, dafür die L19 nach Jackerath mit durchgängigen Seitenstreifen und keiner einzigen Zufahrt auf meiner Fahrbahnseite. Perfekte Bedingung also, um sich auf das Ballern zu fokussieren.

4min Richtung Jackerath mit 40″/20″ Rhythmus und dann 5′ gegen den Wind wieder zurück Richtung Erkelenz. Das ganze vier Mal und dann ging es weiter Richtung Katzen.

G2 Intervalle auf Zeitfahrkurs

Nach 15min G1-Pause waren noch zwei G2 Intervalle gefordert, nichts weltbewegendes allerdings sind 20′ Intervalle dann doch eine Ansage. Aufgrund der langen Dauer entschied ich mich, die ERC Zeitfahrstrecke auszutesten. Mit bis zu 260 Watt (obere G2 Grenze) war ich nicht auf ein perfektes Ergebnis aus, zumindest reicht meine Leistung aber für einen ersten Eindruck meiner Konkurrenzfähigkeit.

Mit 2x 252 Watt habe ich im Pacing eine super Leistung vollbracht und während der beiden Runden immer Luft nach oben gehabt. Das ganze auch noch mit einem extrem dicken Gang, die Intervalle waren erschwerenderweise kraftorientiert geplant.

Fazit

Nein, nicht kein Bock! Sondern volle Kanne Richtung Kellerwald Bike Marathon nächste Woche Sonntag und vor allen Dingen Richtung Finale Ligure in 60 Tagen.

Und sonst so?

Zugeben, vielleicht war unser April Scherz etwas flach. Unvorstellbar, dass wir unser Projekt so schnell aufgeben würden. Zuviel Herzblut steckt da von uns allen drin.

Bis morgen!