Wir sind nicht Weltmeister aber auf dem Treppchen bei der 24h MTB Weltmeisterschaft in Finale Ligure! Daniel kämpfte sich auf dem brutal schwereren Kurs in Finale Ligure mit der Unterstützung seines fantastischen Teams in einem wahnsinnigen Rennen auf den dritten Platz in seiner Altersklasse.

325hm auf 9,7km Streckenlänge und ein Schwierigkeitsgrad, der seines gleichen sucht. Der Kurs in Finale Ligure war einer Weltmeisterschaft würdig, die schweren Trails und toughen Downhills verlangten stetige Aufmerksamkeit. Dazu eine einmalige – bisher im MTB Sport noch nie erlebte – Atmosphäre der Tifosi, mit dem Höhepunkt Runde für Runde bei der Durchfahrt durch das Toboga Stadion.

Traumstart bei der 24h MTB Weltmeisterschaft

Daniel kam gut ins Rennen und konnte die mit Trainer Lukas besprochene Strategie prima umsetzen. Am Streckenrand sorgten Christina und Johannes für die Kontrolle der Ernährungsstrategie, das zweite wichtige Zündlein an der Waage. In den ersten 10 Stunden des Rennens fuhr Daniel konstante Rundenzeiten, soweit der Verkehr auf den vielen Engstellen es erlaubte.

Das Leiden beginnt mit der Dunkelheit

Nach dem ersten Drittel lag Daniel auf Platz 5 und damit wie erhofft im vorher angekündigten Top 10 Ziel. Die Nacht war noch härter und länger als gedacht. Daniel litt Runde um Runde aber blieb in Bewegung. Während bergauf Energie gespart wurde und an den steilen Rampen Toboga Uphill Gnagnagang meistens geschoben wurde, attackierte Daniel Dank der perfekten Lichtanlage um Lupine Wilma und Piko in den Downhills.

Die Taktik ging auf und Daniel konnte sich in der Nacht von 5 auf 4 vorarbeiten. Während Daniel alles daran setzte die Top5 Platzierung abzusichern, hatte das Team andere Pläne und berechnete die Abstände zum Podium. In den Morgenstunden hatte sich Daniel wahrhaftig auf Platz 3 vorgearbeitet, die Botschaft führte aber nicht zum erwartungsgemäßen Push.

Ach lasst mich doch in Ruhe mit so einem Scheiß. Setzt mich doch nicht noch mehr unter Druck.

Das Gehirn eines 24h Extremsportler ist unergründbar und Daniels Reaktion auf die frohe Botschaft von außen unverständlich. Körperlich und mental war Daniel allerdings zu dieser Zeit völlig durch, er benötigte gleich extrem langsame zwei Runden, um wieder halbwegs in den Rhythmus zu kommen. Trotzdem vergrößerte sich der Abstand zu Rang 4 und 5, denn die anderen Fahrer hatten auf dem schweren Kurs ebenfalls keine Reserven für eine Attacke am frühen Morgen.

Irgendwie überleben. Dem Klassement zum Trotz!

Die letzten Stunden quälte sich Daniel um den Kurs und verteidigte Rang 3 letztendlich souverän. Nach 27 Runden (270km, 7000hm) und einer normierten Leistung von 165 Watt erreichte Daniel überraschend und sensationell das Podium bei der wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft in Finale Ligure.