Die ersten sechs Rennstunden sind rum – das ging ganz schön flott! Ständig ist irgendetwas los, alle 40-42 Minuten kommt Daniel am Camp vorbei und fast jedes Mal hält er uns mit irgendeiner Info auf Trab.

Bis er in Sichtweite ist, stehen wir erst mal da und warten:

So lange vertreiben wir uns die Zeit mit Anfeuern der anderen Fahrer: Wir haben bunte Bänder, aufblasbare Dingsis zum gegeneinander Schlagen und eine Plastik-Hand zum Klatschen, die schon vom Hamburg Triathlon erprobt ist. Das eine oder andere Lächeln haben wir so schon in staubige Gesichter gezaubert!

Wenn Daniel vorbei kommt, ist ganz genau geregelt, wer was macht: Christina reicht ihm eine neue Flasche Iso und dazu je nachdem verschiedene Präparate (Gel, Salz, Koffein). Ein paar Meter später steht Johannes mit einer Wasserflasche, von der Daniel wenige Schlucke trinkt und sie dann direkt zurück wirft. Wegen der Kürze der Zeit muss alles ganz genau passen.

Die Kommunikation ist in der knappen Zeit, in der alle sowieso schon hochkonzentriert sind, schwierig. In Runde 3 hat Daniel seine Brille verloren und ruft uns zu, welche Brille er mit welchen Gläsern er in der nächsten Runde von uns haben möchte und wo wir die andere suchen sollen. Als wir in der nächsten Runde mit der neuen Brille parat stehen, kann er sie nicht nehmen, sondern ist viel zu beschäftigt damit, uns klar zu machen, dass er eine neue Sattelstütze braucht. Blödes Timing, dass Ansgar gerade auf der Strecke mit der Brillensuche beschäftigt ist. Für Daniel bedeutet das eine weitere Runde ohne Brille und mit anscheinend lockerem Sattel – was genau los ist, konnte er in der kurzen Zeit nicht sagen.

Also Ansgar zurück zum Camp beordern, außerplanmäßiger Halt in der nächsten Runde. Die Sattelstütze ist schnell getauscht, nach 45 Sekunden sitzt Daniel schon wieder auf dem Rad. In der Zwischenzeit kann er sich verpflegen und von uns noch Infos zu Renntaktik erhalten: Die erste richtige Pause müssen wir um eine Stunde vorziehen, da der Veranstalter ab 19 Uhr Licht am Rad vorschreibt.

Während Daniel wieder auf der Strecke ist, rechnen Christina und Johannes nach, ob die Versorgung passt. Ein leichtes Kohlenhydratdefizit will ausgeglichen werden. Info von Daniel in der nächsten Runde: Mit der Sattelhöhe stimmt etwas nicht. Er hält allerdings nicht an, so dass wir erst einmal nicht wissen, was wir mit dieser Botschaft jetzt anfangen sollen. Ansgar hält sich bereit, um bei der nächsten Runde nochmal nachzujustieren. Das ist auch nötig, denn der Sattel ist ein kleines bisschen zu hoch. Daniel interessiert sich außerdem für die Zwischenergebnisse, aber leider können wir ihm dazu noch nichts sagen. Ich sitze im Media Raum und drücke F5…

So hübsch ist übrigens der Streckenabschnitt über den Weinberg! Ich hoffe, ich finde gleich mal Zeit mir etwas vom Rest anzuschauen.