Nach der Weltmeisterschaft in Finale Ligure, der Night on Bike (2er Team) konnte Daniel auch beim dritten 24 Stunden Rennen der Saison überzeugen und nach der schwersten Nacht des Jahres den 6. Platz nach Hause bringen. Mehr war einfach nicht mehr drin.

Wie im Vorfeld vermutet ist Gulbergen24-uurs die schwerste Nacht der Saison gewesen. Doch bereits vor Einbruch der Dunkelheit war das schnelle Rennen keine Kaffeefahrt.

Der auf 10km Rundkurs mit Het Dak van Brabant (60m), den Singletrails im Wolfsven, die schnelle S-Bocht um den See am Camping Platz wurde um ein 3km Stück im Tierpark und über den Golfplatz von Gulbergen verlängert.

Mit 35 Teilnehmern in der Soloklasse war das Rennen extrem gut besetzt, in drei weiteren Teamkategorien traten weitere 35 Teams gegeneinander an. Vorjahressieger Sven Henze gab gemeinsam mit Bram Sins das Tempo vor, am Ende entschieden Sekunden über seine Titelverteidigung.

Im Flow über den Kurs von Gulbergen24-uurs

Für Daniel begann das Rennen verhältnismäßig schwierig. Es dauerte ein paar Runden bis er im Modus war, so dass er sich anfangs als 11. außerhalb der Top 10 wiederfand. Das Tempo in den ersten Runden war auch aufgrund des 6h Rennens hoch, eine Unterscheidung der Teilnehmer schwierig.

Mit kontinuierlichen Rundenzeiten über sechs Stunden (29:08min bis 29:42min) arbeitete er sich immer weiter nach vorne. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit war das Podium auf einmal wieder in Sichtweite, als 5. hatte Daniel nur eine Runde Rückstand auf den dritten Martijn Verhaeg. In dieser Phase war Daniel sichtlich im Flow und genoss den abwechslungsreichen Kurs in Holland.

Eine Nacht voller Unvernunft

Doch in der Nacht zeigte sich die fehlende mentale Stärke der vergangenen Wochen und Daniel konnte seine Leistung nicht halten, es mangelte an Fokus, Konstanz und der letzten Leistungsbereitschaft. Der Coffeechains Gang war es zu verdanken, dass Daniel das Rennen nicht vorzeitig beendete.

Behutsam schafften sie den schweren Spagat zwischen Motivation, Druck und Unterstützung. Kein leichtes Unterfangen in einer fast 12 Stunden andauernden Nacht, in der Daniel nicht nur mit Leistungsverlust sondern auch gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte.

Den Befindlichkeiten zum Trotz biss Daniel sich für sein Team durch. Nicht nur dass, er verteidigte den sechsten Platz über die Nacht. Im Morgengrauen konnte er den letzten Versuch von Fred van Poppel den Rückstand zu egalisieren kontern und kurzzeitig, wo es notwendig war, fast 10 Minuten schneller fahren.

Für diese eine Nacht

Die letzten Stunden verliefen entsprechend ruhiger. Die vorgenommene Schlussoffensive blieb aus, weil der persönliche Kilometerrekord (420km) außer Reichweite lag und der sechste Platz in trockenen Tüchern war. Nach vorne ging bei diesem Rennen nichts mehr.

Nach 24:08h, 38 Runden (380km) und 3800hm war das schwerste Rennen vorbei und läutet die verdiente Off-Season ein.

Einen ausführlichen Rennbericht, in dem Daniel mehr auf seine Befindlichkeiten eingeht, folgt zum Wochenende. Bis dahin feiert die Crew mit Daniel ein insgesamt zufriedenstellendes Ergebnis. Gemeinsam haben wir das bestmögliche Ergebnis in diesem Rennen erzielt.