Bereits auf der Rolle am morgen hatte ich ein deutlich besseres Gefühl in den Beinen als am Samstag. Natürlich tat es überall etwas weh aber der Druck war zurück. Das Rennen hätte kaum besser laufen können, nach 70km und 1300hm erreichte ich den Schlossplatz in Hechingen nach 2:57h und erreichte damit als 121. (43. M1) der Etappe das Ziel.

Auf der letzten Etappe der Trans Zollernalb fuhren wir von Albstadt nach Hechingen. Das Rennen begann ähnlich schnell wie auf der ersten Etappe. Überwiegend im Wiegetritt absolvierte ich die ersten 140hm auf der 2,1km Steigung. Es bildete sich eine achtköpfige Gruppe in der ich mich erstaunlich gut halten konnte. Auf der Ebene konnte ich im Wind das Tempo mitbestimmen und in den Steigungen konnte ich auf der letzten Rille den Anschluss halten. Und – unglaublich aber wahr – meine Beine fühlten sich richtig gut an.

Trans Zollernalb 3. Etappe (c) Best of Gallery Sportograf

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Nach dem dritten Depot (KM60) zog die Gruppe dann das Tempo noch einmal für den Schlussanstieg an und zerteilte sich. In der nachfolgenden Abfahrt nach Hechingen konnte ich den Abstand verkürzen und auf dem steilen Schlussanstieg auf den Schlussplatz stellenweise wieder ein- und überholen. Was für ein Etappenfinale dieser Anstieg zum Schlossplatz: Die Zuschauermenge, die grausame nicht enden wollende Steigung, die Schmerzen und die Sehnsucht nach dem Ende. Und dann war es auch schon passiert. Gesehen habe ich nichts. (:

Insgesamt war die Schlussetappe geprägt von langen Windfahrten auf leicht ansteigenden Terrain. Doch durch zahlreiche Trails, Wiesenabfahrten und kurvigen Abschnitten fand diese Etappe bei mir am Meisten gefallen. Vielleicht habe ich mich auch nur an die Anspruchslosigkeit gewöhnt gehabt?

Jetzt heißt es erst einmal regenerieren. Einen Bericht über das Etappenrennen an sich, über die Eindrücke, Erlebnisse und die Platzierung folgt dann zur Wochenmitte in Ruhe. Vielen Dank für die Glückwünsche und das Mut machen.