Der Herbst präsentierte sich die gesamte Woche über goldig, vielleicht etwas viel Wind aber man möchte sich ja nicht beklagen. Gestern hingegen war dann alles vorbei. Von Erkelenz bis nach Olsberg Regen und der sollte auch über das Rennen anhalten. Wunderbar. Nichtsdestotrotz konnte ich auf der Mittelstrecke des Langenberg Marathon (69km 1850hm) nach 4:07h einen beachtlichen 9. Platz bei den Senioren einfahren.

Das einzig positive bei dem Wetter war die milde Temperatur. Im Dauer-Nieselregen wurde dann natürlich auch der Start noch um 10 Minuten verschoben. Los ging es dann um 11:45 Uhr auf die 35km lange Runde, die ich zwei Mal fahren musste. Als Trainingswettkampf für die Saison 2014 ging es mir vor allem um die Erfahrung für ein Mittelstrecken Rennen auf einem Kurzstrecken Kurs. Also die zweite Rennrunde und die erforderliche mentale Stärke. Unter diesen Bedingungen natürlich die beste Herausforderung um festzustellen, wie mir das liegt.

Die Strecke muss man für Sauerländer Verhältnisse echt loben. Viele Trails mit Wurzeln und kleineren Stüfchen, engen Kurven und viel Abwechslung. Die Nässe und der Schlamm stellten natürlich eine besondere Herausforderung dar und sorgten für Schlingern und Traktionslosigkeit. Mit Brille war die Sicht ungefährlich null und ohne auch. Blind Abfahren ist aber wiederum in der zweiten Runde deutlich einfacher als in der ersten, jedoch nicht sonderlich spaßig. Kein Wunder also, dass ich gerade beim Abfahren viel Zeit verloren habe.

Den Großteil der Strecke absolvierte ich gemeinsam mit Helen Wolf (Mountain Heroes), die nach 4:04h das Rennen bei den Damen gewonnen hat und damit zweitschnellste Frau des Tages war. Bis zum letzten Anstieg, wo Helen davon zog und ich nicht mehr folgen konnte. Auf der Abfahrt nach Bruchhausen konnte ich die Lücke bestimmt etwas verkleinern, allerdings fehlten am Ende dann doch drei Minuten. Gratulation an Helen für das tolle Rennen.

Richtig großes Tennis… Quatsch. Ein beeindruckendes Rennen mit enormer Zähigkeit zeigte Vereinskollege Phillip Mader (Team2Beat), der trotz (oder wegen?) vier Stürze das Rennen nach 3:26h als Zweiter bei den Herren beendet hat und nach seinem Sieg als Solist bei Rad am Ring seiner super Saison die Krone aufsetzte!

Wie schwierig die Bedingungen tatsächlich waren zeigt ein Blick in die Statistik. Von über 250 angemeldeten Fahrern auf der Mittelstrecke starteten letztendlich 144 Fahrer. Ins Ziel kamen aber nur 107. Von den 37 Senioren 1 Fahrern erreichten 22 das Ziel. Vielleicht ist dies auch ein Grund, warum in der zweiten Runde so wenig Verkehr auf der Strecke war.

Letztendlich kann ich für mich sagen, dass ein Mittelstrecken Rennen über zwei oder mehr Runden viel Kopfsache bedeutet. Wille und Zähigkeit müssen vorhanden sein, um nicht schon nach 35km ins Ziel zu fahren. Meine Rundenzeiten waren sehr konstant mit Potential nach oben, so dass ich ein positives Fazit ziehe. Immerhin konnte ich mich in der zweiten Runde um fünf Plätze nach vorne kämpfen.

Nächste Woche folgt dann mein Saisonfinale beim Mountainbike Festival in Büchel mit dem letzten Wertungslauf der MTB-Challenge.